Start-up Unternehmen und etablierte Großunternehmen arbeiten gemeinsam an der Zukunft des Flugverkehrs.

Nicht nur Autos, auch Flugzeuge sollen in Zukunft elektrisch betrieben werden können. Einige Kleinflugzeuge, die elektrisch angetrieben werden gibt es ja schon, doch mittlerweile arbeiten auch mehrere Unternehmen an Konzepten und Prototypen für elektrische Passagiermaschinen. Wir wollen euch hier die Pläne für E-Flugverkehr von Zunum Aero vorstellen und das Projekt E-Fan X, hinter dem sich eine Kooperation von Siemens, Airbus und Rolls Royce verbirgt.

E-Fan X

Bei E-Fan X handelt es sich um ein Flugzeug mit vier Gasturbinen, von den erst einmal eine gegen einen 2 MW Elektromotor ausgetauscht wird. Wenn sich die Tests damit als erfolgreich erweisen, will das Konsortium aus Siemens, Airbus und Rolls Royce auch eine zweite Gasturbine ersetzen. Damit dies auch wirtschaftlich rentabel durchführbar wird, müssen allerdings auch die Preise für Akkumulatoren noch weiter fallen. Ob man plant irgendwann ein komplett elektrisches Flugzeug zu bauen, ist bisher nicht bekannt. Da die Vision der EU Kommission für den Flugverkehr bis zum Jahr 2050 die Senkung der CO2 Emissionen um 75 Prozent, die Reduktion der NOx Emissionen um 90 Prozent und die Verringerung der Lärmbelastung um 65 Prozent vorsieht, ist das E-Fan X Projekt auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung.

Zunum Aero

Das US-amerikanische Start-up Unternehmen Zunum Aero, das von Boeing und JetBlue unterstützt wird, will bereits 2022 ein Elektrohybridflugzeug für Passagierflüge auf den Markt bringen. Die Idee des Unternehmens ist, diese Maschinen auf kürzeren Strecken innerhalb der USA einzusetzen. Mit den kleinen Passagiermaschinen könnten Flughäfen in kleineren Städten angeflogen werden, die von großen Unternehmen aus Gründen der Wirtschaftlichkeit nicht bedient werden, beziehungsweise nicht angeflogen werden können, weil dort die Landbahnen für große Passiermaschinen einfach zu klein sind. Die erste Maschine, die Zunum Aero herausbringen will, soll 12 Sitze haben, später will man verschiedene Modelle mit 10 bis 50 Sitzplätzen bauen. Das erste Modell soll eine Reichweite von 700 Meilen, also rund 1130 Kilometern haben und im Betrieb recht effizient sein, die Flugstunde soll auf etwa 250 US-Dollar kommen. Die Flugzeuge sollen eine Lebensdauer von rund 30 Jahren haben. Besonders interessant ist, dass sie so konstruiert werden sollen, dass sie nachträglich adaptiert werden können. Antrieb oder Batterien können im Laufe der Zeit einfach gegen neuere und bessere Technologien getauscht werden, ohne dass man dann neue Zertifizierungen für die Maschinen braucht.

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Bild: Zunum Screenshot

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