Ryno © Ryno Motors
Ryno © Ryno Motors
Das Ryno Einrad möchte die Grenzen zwischen Fußweg und Radweg sprengen. Mit gelegentlichen Ausflügen auf die Straße.

Der Segway war von Anfang an dafür gedacht, das Gehen und, ein Stück weit, das Radfahren bequemer zu machen. “Aber man steht die ganze Zeit”, dachte sich Chris Hoffmann, “das ist unbequem”. Und hat sich das Ryno einfallen lassen: ein sich selbst ausbalancierendes elektrisch angetriebenes, imposantes Einrad. Auf dem man sitzt: ideal für Polizisten, die den ganzen Tag auf Patrouille sind. Die hohe Beweglichkeit und Manövrierbarkeit des Einrades wäre ideal für die Aufgabenstellung.

Die Daten können sich einigermaßen sehen lassen: 16km Reichweite bei einer Höchstgeschwindigkeit von 16 km/h, um auf dem Gehsteig auch nicht absichtlich zu schnell werden zu können (aber für eine Verfolgungsjagd mit einem Fahrrad auch wieder zu langsam…). Aufgeladen ist der Ryno in 6 Stunden, drehen kann er am Stand. Die Kosten von $5.295 sind etwas niedriger als die eines neu gekauften Segways, der bei ca. $6.000 beginnt. Zum Vergleich: Das Ikea-Rad gibt es ab €649, fährt auch schneller, aber nicht von alleine.

Wie fährt sich das Ryno? Erstaunlich gut, berichtet Engadget schon vor einiger Zeit von einem Vorserienmodell. Aber etwas gewöhnungsbedürftig, da es in manchen Situationen anders als ein Motorrad oder Fahrrad reagiert. Durch leichtes vor- oder zurücklehnen beschleunigt oder bremst man, nur im Stehen braucht man dann doch einen Fuß, um das Gerät vor dem Umfallen zu bewahren. Parken ist einfach, da der passende Ständer im Gerät integriert ist: einfach nach vorn kippen und die Handbremse ziehen genügt.

In Summe ist das Ryno eine gute Idee, die ingenieurstechnisch gut umgesetzt wurde, aber im Vergleich mit einem eBike oder Pedelec massiv verliert: Wer zahlt schon gerne das Zehnfache im Grunde für ein Rad weniger? Die beworbene Grenzenlosigkeit gilt für mich speziell auch für das Rad. Darüber habe ich schon vor einiger Zeit hier in einer Serie berichtet. Bleibt das Design und der Fakt, dass man mit dem Ryno garantiert auffällt: unbezahlbar, stimmt, aber ist es das auch wirklich wert? Vorbestellen kann man es ab jetzt.

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