Wien Energie Ladestelle ; Fotocredit: Wien Energie/FOTObyHOFER
Wien Energie Ladestelle ; Fotocredit: Wien Energie/FOTObyHOFER
Mal schnell zur nächsten Tankstelle? Das geht im Elektroauto anders als im Benziner oder Diesel. Aber es geht mittlerweile genauso komfortabel, wie das städtische Beispiel in Wien zeigt.

In Österreich waren im vergangenen Jahr fast 21.000 Elektroautos angemeldet. Insgesamt nahmen die Neuzulassungen bei E-Autos zwar deutlich zu – allerdings sind die Käufer vorwiegend Unternehmen. Privat wurden 2018 weniger elektrisch betriebene Autos als zuletzt gekauft. Das könnte unter anderem daran liegen, dass bei Privatpersonen gelegentlich die Annahme vorherrscht, das Laden der fahrbaren Untersetzer sei komplizierter als die Fahrt zur klassischen Tankstelle.

Fakten zum Laden von Elektroautos in Wien

Doch dabei gibt es in Österreich mittlerweile Tausende Elektrostellen, an denen das Laden von Autos möglich ist. Zugang zum größten E-Ladenetz in Österreich bietet dabei Wien Energie. Allein in der Hauptstadt und ihrer Umgebung kann ein Elektroauto an über 1.000, davon 250 öffentlich zugänglichen E-Ladepunkten  des Stromlieferanten geladen werden. Die Stadt Wien sieht neben dem Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel besonders in der Errichtung eines Basis-Ladenetzes für E-Autos einen wichtigen Baustein für umweltfreundliche Mobilität. Bis 2020 sollen daher 1.000 neue Möglichkeiten zum öffentlichen Laden von Elektroautos entstehen, die zu 100 Prozent Ökostrom liefern. 

Ladekarten von Vorteil 

Besonders bequem lässt sich die Energie dabei mit der Tanke-Ladekarte von Wien Energie tanken. Damit erhält man nicht nur Zugang zum Ladenetz, sondern kann bequem mit Zahlschein oder Bankeinzug zahlen und die Ladestationen nutzen. Der Stromlieferant bietet mit WE Charge Easy aber auch eine bequeme Lademöglichkeit für zu Hause an. Die Ladebox zeigt den Status auf einer LED-Anzeige an, ist für den Dauerbetrieb mit voller Nennleistung ausgelegt und sorgt für bis zu 10 mal schnelleres Aufladen als an einer klassischen Schukosteckdose.

Interessante E-Auto-Fakten

Das Energietanken ist damit faktisch wesentlich einfacher, als man es sich vielleicht vorstellt. Doch abgesehen davon gibt es noch weitere Fakten zu Elektroautos, die der ÖAMTC kürzlich zusammengestellt hat:

  • Die Reichweite eines Elektroautos hängt nicht nur von der Größe der Batterie ab, sondern auch von der Außentemperatur und dem Fahrer selbst. Der ÖAMTC sieht Elektroautos dabei auch vor allem im städtischen Bild – schlicht weil man hier kürzere Strecken fährt, bei denen man mit kleineren und damit auch günstigeren Batterien auskommt. 
  • Die Preise für das Laden eines E-Autos an öffentlichen Stationen können je nach Anbieter variieren, daher sollte man sich vorab über die Ladekosten informieren. Zu Hause muss man für das Laden des Autos mit etwa 20 Cent pro Kilowattstunde rechnen.
  • Die Preisspanne von Elektroautos ist groß: Man kann leicht 100.000 Euro dafür ausgeben, bekommt allerdings auch schon Modelle ab 20.000 Euro.
  • Wer sich ein Elektroauto zulegen möchte, sollte sich über Förderungen informieren. Denn nicht nur der Kauf des Fahrzeuges wird gefördert, sondern auch Anschaffungen zur Ladeinfrastruktur.
  • Auch wenn sich bei Unfällen das Hochvolt-System eines E-Autos automatisch abschaltet, werden Feuerwehren und auch die Fahrer der ÖAMTC Pannenhilfe im Umgang mit E-Autos geschult. Die Feuerwehr verwendet bei Unfällen beispielsweise eine bestimmte Art von Schutzhandschuhen. 

Quellen: oe24.at, Wien Energie, Tanke Wien Energie, wien.gv.at, diepresse.com / Foto: Joenomias Menno de Jong/Pixabay 


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1 Kommentar

  1. Das muss jetzt einmal gesagt werden!!

    Die überwiegende Anzahl von zur Zeit erhältlichen E-Autos können Wechselstromladungen (AC) nur 1-phasig durchführen. An den AC-Ladern, nicht nur in Wien sondern generell, kann 3-phasig geladen werden und es wird auch ausschließlich 3-phasig abgerechnet.
    Z. B. kann mein Hyundai Ioniq electric am 11 kW-Lader eine Ladeleistung von max. 3,7 kWh abrufen. Kosten 2,40 Euro, das ergibt einen kWh-Preis von 0,65 Euro/kWh, noch besser kommt das ganze mit der Direktbezahlmöglichkeit, da werden horrende 3,6 Euro für 3,7 kWh verrechnet.
    Gleiches gilt bei den 22 kW-Ladern eben zum doppelten Tarif.

    Ich fordere eine Abrechnung auf Basis von geladener Strommenge zu einem fairen kWh-Tarif von max. 25 Cent!
    Was da gerade passiert erregt die Gemüter ALLER E-Auto-Fahrer seit geraumer Zeit.

    Man stelle sich zum Vergleich einmal vor: Sie fahren mit Ihrem Verbrennerfahrzeug zur Tankstelle, tanken 10 Liter Diesel/Benzin und es werden 30 Liter verrechnet. Unvorstellbar, oder?

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