Was sind elektromagnetische Felder, wo findet man sie und welche Auswirkungen haben sie auf den Menschen?

Sicher hat jeder schon einmal den Begriff „Elektromagnetische Felder“ gehört, aber was ist das eigentlich genau und welche Auswirkungen haben diese auf uns Menschen? Elektromagnetische Felder sind Teil des elektromagnetischen Spektrums, welches sich von niederfrequenten Wellen zu optischer Strahlung bis hin zu Gammastrahlung erstreckt. Im elektromagnetischen Spektrum werden verschiedene Bereiche anhand physikalischer Eigenschaften unterschieden. Diese Eigenschaften sind Frequenz und Wellenlänge, Frequenz beschreibt man mit der Maßeinheit Hertz (1Hz ist eine Schwingung pro Sekunde), Wellenlänge wird in Metern angegeben. Die beiden Werte sind miteinander verbunden, bei hohen Frequenzen ist die Wellenlänge kurz, während niedrigere Frequenzen höhere Wellenlängen erreichen. Den Bereich des elektromagnetischen Spektrums zwischen Niederfrequenz und Infrarotstrahlung fasst man üblicherweise mit dem Begriff elektromagnetische Felder zusammen.

Es gibt niederfrequente magnetische Felder, diese findet man zum Beispiel im Umkreis aller elektrischen Geräte und Leitungen, durch die Wechselstrom fließt. Hochfrequente Felder treten in Verbindung mit Mobilfunk, WLAN und ähnlichem auf. Natürlich haben diese unterschiedliche physikalische Eigenschaften und somit unterschiedliche Wirkung auf lebende Organismen. In diesem Zusammenhang ist die Energie der einzelnen Photonen wichtig und diese nimmt zu, je höher die Frequenz ist. Die Photonen in elektromagnetischen Feldern besitzen nicht genügend Energie, um Atome und Moleküle zu ionisieren. Man bezeichnet diese Art der Strahlung deshalb auch als nichtionisierende Strahlung und im Gegensatz zu ionisierender Strahlung, wie beispielsweise Röntgenstrahlung, ist sie nicht stark genug, um Erbmaterial zu schädigen und verursacht somit auch keine Krebserkrankungen.

Dennoch können auch elektromagnetische Felder negative Auswirkungen auf Menschen haben. Nieder- und mittelfrequente Felder können elektrische Ströme im Körper erzeugen und so zu Störungen der Nerven und Sinneseindrücke führen, die aber keine dauerhaften Folgen nach sich ziehen. Hochfrequente Felder können biologisches Gewebe erwärmen. Da es für die Funktion von biologischem Gewebe wichtig ist die Temperatur konstant zu halten, kann starke Wärmeeinwirkung zu physiologischem Stress führen, besonders anfällig sind hier Körperteile deren Gewebe wenig durchblutet ist, wie etwa die Augen.

Um negative Einflüsse von elektromagnetischen Feldern am Arbeitsplatz möglichst gering zu halten, hat die EU Richtlinien für den Arbeitnehmerinnenschutz erlassen, diese kann man hier abrufen. Und in dieser Broschüre der AUVA findet man eine ausführliche Erklärung zu elektromagnetischen Feldern, ihren Auswirkungen und wie man sich aktiv davor schützen kann.

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