Aus dem Wunsch heraus, nachhaltig unternehmerisch tätig zu sein, gründeten Elvira Bachinger und Merle Weber Gutding.

Aus dem Wunsch heraus, nachhaltig unternehmerisch tätig zu sein, beschlossen Elvira Bachinger und Merle Weber vor einem Jahr ein Geschäft für ökologisch und fair hergestellte Produkte zu gründen. Seitdem hat sich Gutding zu einem kleinen, feinen Laden entwickelt, in dem die besten Lebensmittel, Mode und Haushaltsartikel zu finden sind.

Wofür steht „Gutding“ und wie kam es zu der Idee einen Shop am Nachhaltigkeitssektor zu gründen?

Die Idee für einen Shop am Nachhaltigkeitssektor besteht im Grunde seit Jahren, da einerseits die Liebe zu regionalen, geschmackvollen, qualitätsvollen, nachhaltigen Produkten von uns beiden geteilt wird, andererseits auch der Versuch einer ressourcenschonenden, achtsamen Haltung unserer Erde gegenüber verbindet.

Aus welchen Bereichen kommen Sie bzw. was ist Ihre persönliche Geschichte zu „Gutding“?

Beide Inhaberinnen haben eine elfjährige berufliche Laufbahn im Sozialbereich hinter sich. Der Wunsch, eigene Chefin zu sein, ein eigenes Projekt auf die Beine zu stellen und auch der Glaube, das wirtschaften auch ressourcenschonend möglich sein muss war der Motor. Handelsbeziehungen, die von gegenseitiger Wertschätzung getragen sind, fern der oftmals postulierten „Geiz ist geil“ Mentalität stellen die Basis dar und führten zu einem noch tieferen Eintauchen in das Thema Konsum. Das Ergebnis ist Gutding, wie es sich aktuell darstellt: Ein Laden, welcher ein Vollsortiment an Lebensmittel bietet, sowie Haushaltsartikel, Mode und Kinderartikel als Schwerpunkt. Jedes Produkt wird auf seine Nachhaltigkeit überprüft und dem „besten“ der Vorzug gegeben. Weiters fungiert Gutding als Informationsdrehscheibe und KundInnen erhalten oftmals zu ihrem Einkauf wertvolle Informationen über die Herkunft und Produktionsweise Ihrer Güter oder lernen sogar den Produzenten bei einer Veranstaltung im Laden persönlich kennen.

Inwiefern unterscheiden Sie sich von anderen Bioläden?

Schon bei Betreten des Ladens fühlt man sich an die gute alte Greißlerzeit erinnert. Güter des täglichen Bedarfs mit regionalem Schwerpunkt präsentieren sich in überschaubarem Angebot, wo man/frau auch mal Produkte des Bauern aus der Nachbargemeinde entdecken kann. Auch die Einrichtung führt den Nachhaltigkeitsgedanken konsequent fort: selbstgebaute Regale z.Bsp. aus alten Koffern und Obstkisten, alte Bauernmöbel – neu angeschafft wurde nur, was nicht anders zu besorgen war.
Ein uns besonders wichtiger Schwerpunkt ist die aktive Zusammenarbeit mit Direktvermarktern aus der Region, welches zwar den Kommunikationsaufwand vergrößert, das Angebot an weniger bekannten, hochwertigen Bio-Produkten kleinerer Betriebe aber im Sinne einer Produktvielfalt vergrößert.

Nach welchen Kriterien wählen Sie Ihre Produkte und Lieferanten aus?

Die Auswahl unsere Produkte unterliegen neben ästhetischen Gesichtspunkten vor allem konsequent nachhaltigen Kriterien, welche im Folgenden ausführlich erläutert werden.
Grundsätzlich wird bei vergleichbaren Produkten dem regionalen Produkt der Vorzug gegeben. Von sozial nicht fair produzierten Produkten – auch ökologisch fabrizierten – distanzieren wir uns strikt. Ein Schwerpunkt liegt auf der Reduktion von Plastikverpackungen.
Bevorzugt werden weiters kleine Start-Up Unternehmen und kleine Familienbetriebe. Der persönliche Kontakt zu diesen ist uns ein besonderes Anliegen und Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. So findet man/ frau bei Gut Ding viele Produkte abseits des Mainstreams.

Was sind die Pläne von „Gutding“ für 2014?

Bereits seit Anfang des Jahres wird im Hintergrund an einem Webshop gearbeitet. Die Idee ist, einem weiteren KundInnenkreis Zugang an einem kleinen Sortiment an besonders nachhaltigen Produkten Zugang zu verschaffen.

Wer also sicher gehen will, dass der tägliche Einkauf strengen Nachhaltigkeitskriterien entspricht ist bei Gutding bestens aufgehoben.

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