Fotocredit: Shutterstock
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Jeden Tag sind unsere Möglichkeiten an Unterhaltung entweder im TV oder auf Streaming-Diensten endlos. Da kann die Entscheidung schon schwer fallen, aber wie wäre es heute Abend mit einem inspirierenden Film aus unseren Empfehlungen?

Filme, insbesondere Dokumentationen, sind großartig, um in einem recht kompakten Zeitabschnitt den Horizont zu erweitern. Außerdem ist es ein anderes Erlebnis für unseren Geist, wenn wir mit Bildern konfrontiert werden und die Tatsachen wortwörtlich mit unseren eigenen Augen sehen. Unsere Film-Tipps sind perfekt für alle, die Interesse an Nachhaltigkeit und dem Wohlergehen unserer Umwelt haben.

„The True Cost: Der Preis der Mode“ von Andrew Morgan (2016)

Als „The True Cost“ nach seiner Veröffentlichung 2016 große Wellen schlug, traf die Dokumentation eindeutig den Nerv der Zeit und ist heute kein bisschen weniger aktuell. Wie der Titel schon verrät, dreht sich der Film um unseren Umgang mit Gewand und der Mode-Industrie, die immer schneller und immer billiger Kollektionen auf den Markt bringt. Durch Fast Fashion leiden sowohl die unterbezahlten Näherinnen und Näher, als auch unsere Umwelt, die sich vor Mikroplastik gar nicht mehr retten kann.

„Darwins Nightmare“ von Hubert Sauper (2004)

Mittlerweile schon ein Klassiker, hat Hubert Saupers „Darwins Albtraum“ seit 2004 nichts von seiner packenden Message verloren: Im Viktoriasee in Afrika wurde rund um 1960 der Nilbarsch heimisch gemacht, der im Zuge der Jahrzehnte für die Auslöschung von über 400 Fischarten verantwortlich ist. Die Antwort, warum hier nur zugeschaut wurde, ist mit purer Gier zu beantworten. Denn westliche Länder sind große Fans vom Geschmack des Viktoriabarschs, wie er auch genannt wird. So wird viel Geld gemacht, während vor Ort die Bevölkerung hungert und die Umwelt zugrunde geht.

„More than Honey“ von Markus Imhoof (2012)

Als das globale Bienensterben bekannt wurde, ging ein Aufschrei durch die Welt. Denn erst dann wurde uns Menschen so richtig bewusst, wie viel wir Bienen und ihren Bestäubungskünsten eigentlich zu verdanken haben. In „More than Honey“ werden Bienenstämme auf der ganzen Welt besucht, aber auch eine Plantage in China, die rein aus Menschenhand bestäubt werden muss, weil es dort durch die Umweltverschmutzung schon seit Jahren keine Bienen mehr gibt.

„Eine unbequeme Wahrheit“ von Davis Guggenheim (2006)

Der zweite Klassiker auf unserer Liste ist „Eine unbequeme Wahrheit“, dessen Drehbuch von dem ehemaligen US-Politiker und Umweltaktivisten Al Gore geschrieben wurde. Die Dokumentation zeigt schonungslos, dass der Klimawandel, der bis dato immer wieder als Hysterie kleingeredet wurde, stetig voranschreitet. In einer Spielzeit von 100 Minuten werden die Gefahren der globalen Erwärmung deutlich gemacht und heizt uns auch jetzt, vierzehn Jahre später, immer noch ordentlich ein.

„Die grüne Lüge“ von Werner Boote (2018)

Werner Boote, der uns schon zuvor in „Plastic Planet“ den Spiegel über unser maßloses Verhältnis zu Plastik vor die Nase hielt, hat sich in „Die grüne Lüge“ gemeinsam mit Greenwashing-Expertin Kathrin Hartmann zum Ziel gesetzt, Lügen der Großkonzerne, die mit grünen Projekten prahlen und von ihren hauptsächlichen Machenschaften ablenken wollen, aufzudecken. 

„TOMORROW – Die Welt ist voller Lösungen“ von Cyril Dion (2015)

Schauspielerin Mélanie Laurent und Regisseur Cyril Dion machen sich gemeinsam auf die Reise, um nachhaltige Lebensweisen auf der ganzen Welt zu entdecken und dadurch herauszufinden, wie man unseren Planeten am besten für unsere weiteren Generationen zu bewahren. Der perfekte Film, um sich selbst inspirieren zu lassen und auch ein Hoffnungsschimmer, der uns nicht aufgeben lässt.

„Minimalism“ von Matt d’Avella (2015)

Der Amerikanische Traum ist ein Konzept, das immer noch den Lebensstil in den USA weitgehend bestimmt. Und auch in unseren Breiten soll alles immer größer, immer besser und immer erfolgreicher sein. Im Gegensatz dazu steht Minimalismus – die Philosophie, dass man nur besitzt, was man braucht und/oder liebt. In „Minimalism“ werden Aussteiger vorgestellt, die dem regulären, konsumlastigen Lebensweg abtrünnig geworden sind und ihr Leben von Grund auf nachhaltig umgestaltet haben. 

„Der Verbrauchermarkt: Ein kaputtes System“ von Sarah Holm Johansen und Steve Rivo (2019)

In dieser Dokumentationsreihe von Netflix werden bestimmte Themen aufgegriffen, die Teil unseres ganz normalen Konsumwahnsinns sind. So startet, zum Beispiel, der erste Teil Plastik ist ein Problem, das in unserem Alltag selten so richtig greifbar scheint. Die Dokumentation greift auf, wie falsch die Annahme ist, dass Recycling die Universallösung für Plastik ist und zeigt die verheerenden Auswirkungen des Stoffes, der aus fossilen Brennstoffen hergestellt wird. Jede Minute wird eine Lastwagen-Ladung an Plastik in unseren Meeren entsorgt – höchste Zeit, etwas zu ändern!

„Okja“ von Bong Joon-ho (2017)

Der südkoreanische Regisseur Bong Joon-ho ist bestimmt vielen von uns seit seinem Meisterwerk „Parasite“, für den er letztes Jahr bei den Oscars unter anderem für den besten Film ausgezeichnet wurde, ein Begriff. Sein Spielfilm „Okja“ aus dem Jahr 2017 erzählt die Geschichte eines jungen Mädchens und seiner Begleiterin Okja, die ein experimentelles Zuchtschwein einer großen amerikanischen Kooperation ist. Als diese versucht, sie zu trennen, beginnt eine abenteuerliche und herzzereißende Reise, die mit Massentierhaltung abrechnet. 

„100 Dinge“ von Florian David Fitz (2018)

Der Spielfilm von und mit Florian David Fitz und Matthias Schweighöfer in der Hauptrolle, erzählt von zwei Freunden, die in einer feucht-fröhlichen Nacht beschließen 100 Tage lang auf all ihre Besitztümer zu verzichten. Alles kommt in einen Container und Tag für Tag dürfen sie sich nur ein Objekt wieder mit nach Hause nehmen. Der Film ist ein Kommentar über unsere Gesellschaft, die ihren Reichtum nur mehr über materielle Dinge definiert. Eine sehr schöne und amüsante Besinnung auf die Dinge, die wirklich wichtig sind.

Umweltschutz und -bewusstsein für Kinder:

„Wall-E: Der Letzte räumt die Erde auf“ von Andrew Stanton (2008)

In Pixar’s „Wall-E: Der Letzte räumt die Erde auf“ ist die Erde zu einem zugemüllten, unbewohnbaren Planeten geworden. Die Menschheit zeigt dafür keine Reue oder Verantwortung, weil sie auf einem anderen Ort ein Konsumparadies errichtet hat, wo nicht einmal mehr körperliche Bewegung an der Tagesordnung steht. Nur der kleine Roboter Wall-E befindet sich noch auf der großen Müllhalde unserer einstigen Heimat und versucht ganz alleine Ordnung in diese traurige Landschaft zu bringen.

„Der Lorax“ von Chris Renaud (2012)

Unglaublich, dass Dr. Seuss diesen Klassiker der Kinderliteratur schon im Jahr 1972 veröffentlicht hat und die Rohdung von Wäldern und der fehlende Respekt vor der Natur noch immer Gang und Gäbe sind. Die Aufgabe des kleinen Kerlchens, das sich der Lorax nennt, ist es die Natur zu beschützen. Doch Gier und Industrie zerstören recht bald seinen Lebensraum, was er allerdings nicht auf sich sitzen lassen kann.

 

 

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