Mit bifazialen Solarmodulen wird die Sonneneinstrahlung nicht nur direkt auf der Vorderseite genutzt, sondern auch die Reflexion der Sonne von der Umgebung wird über die Rückseite aufgenommen. Fotocredit: © Myriams-Fotos/Pixabay
Mit bifazialen Solarmodulen wird die Sonneneinstrahlung nicht nur direkt auf der Vorderseite genutzt, sondern auch die Reflexion der Sonne von der Umgebung wird über die Rückseite aufgenommen. Fotocredit: © Myriams-Fotos/Pixabay
In der nordgriechischen Stadt Kozani geht nun der größte Solarpark Europas ans Netz, der die Technik von bifazialen Solarmodulen einsetzt.

Eineinhalb Jahre wurde im Norden Griechenlands unweit der Grenze zu Makedonien gebaut. Jetzt soll der größte Solarpark Europas, der mit bifazialen Solarmodulen ausgestattet ist, rund 120 Kilometer westlich von Thessaloniki in Kozani ans Netz gehen. Bei den bifazialen Solarmodulen handelt es sich um eine neue Generation in der Photovoltaik-Technik. Im Gegensatz zu herkömmlichen Solarmodulen können jene mit bifazialer Technik auf beiden Seiten der Module Sonnenlicht einfangen. Solche Module nutzen sowohl die Vorderseite als auch die Rückseite. Diese kann das von der Umgebung reflektierte Sonnenlicht verwerten. Bifaziale Solarmodule gelten als etwa zehn Prozent effizienter als herkömmliche Photovoltaik-Kollektoren.

Solarpark mit bifazialen Solarmodulen von Erdölunternehmen betrieben

Einen größeren Solarpark mit derartigen Modulen als jenen in Kozani gibt es derzeit in Europa nicht. Insgesamt wurden in das Projekt 130 Millionen Euro gesteckt. Umgesetzt wurde der Bau von dem deutschen Unternehmen Juwi. Spezialisiert ist das international agierende Unternehmen auf erneuerbare Energien. Im Zuge dessen bietet Juwi sowohl die Entwicklung von Projekten als auch die Betriebsführung sowie Dienstleistungen rund um Solar- aber auch Windenergie an. Tatsächlich betrieben wird der Solarpark in Griechenland allerdings von Hellenic Petroleum. Das 1958 gegründete Unternehmen ist das größte Erdölunternehmen des Landes dessen Hauptaktivitäten derzeit sowohl in der Förderung von Erdöl sowie in dessen Verarbeitung und Vertrieb liegen. 

Mit bifazialen Solarmodulen jährlich 350 Gigawattstunden Strom 

Jetzt setzt der Konzern darüber hinaus auch noch auf erneuerbare Energie, deren Ausbau in Griechenland generell zunimmt. Bereits im Jahr 2020 wurden über 21 Prozent der Elektrizität aus erneuerbaren Quellen gewonnen. Vergangenes Jahr stiegt der Wert sogar auf über 32 Prozent. Etwa ein Drittel davon entfiel auf Solarenergie. Mit der Solarfarm in Kozani könnte sich dieser Wert heuer noch einmal erhöhen. Denn der Betreiber Hellenic Petroleum gibt an, dass die etwa 450 Hektar große Anlage bei einer Leistung von 204 Megawatt jedes Jahr 350 Gigawattstunden nachhaltigen Strom liefern kann. Damit können rund 75.000 Haushalte mit grüner Energie versorgt werden.

Quellen: t3n.de / Fotocredit: © Myriams-Fotos/Pixabay 


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