Seit Ende Juni sind die Niederlande weltweit die Ersten, die über ein landesweites Internet of Things verfügen.

Die vormals staatliche, seit den späten 1990 Jahren aber privatisierte, Telekommunikationsgesellschaft KPN hat alle ihre existierenden Sendemasten mit LoRa (Long Range) Gateways und Antennen ausgestattet, um ein öffentliches Netzwerk für IoT Geräte anbieten zu können. Bereits seit November 2015 gab es erste Versuche mit einem öffentlichen Internet of Things in Rotterdam und Den Haag. Da das Kundeninteresse groß war, hat man das Netzwerk nun auf das gesamte Land ausgeweitet.

Doch was kann dieses Internet der Dinge eigentlich? Über dieses Netzwerk können diverse Alltagsgeräte und Gegenstände mit einander oder mit dem Internet verbunden werden und so Daten austauschen und kommunizieren. Das kann natürlich viele Vorteile haben, kann aber auch Gefahren bergen, etwa was unerwünschte Transparenz und Datenschutz betrifft.

In den Niederlanden hat man sich dazu entschieden, ein landesweites Netzwerk aufzubauen, da, so Joost Farwerck von der KPN, die Kundennachfragen nach dieser Technologie im letzten Jahr stark zugenommen haben. Der Ausbau des Netzes erfolgte dann auch relativ rasch, weniger als ein Jahr hat es gedauert, um das gesamte Land anzuschließen. Verträge für 1,5 Millionen Geräte, die das LoRa Netz verwenden, wurden bereits unterzeichnet. Auch der Amsterdamer Flughafen Schiphol, einer der meist frequentierten Flughäfen der Welt, nutzt das IoT, um die Gepäckabfertigung zu erleichtern. Und am Zentralbahnhof in Utrecht wurden diverse Weichen nun via smart connection devices überwacht.

Da das Projekt noch ziemlich jung ist, wird es wohl noch einige Zeit dauern, bis man wirklich sagen kann, was die tatsächlichen Vor- und Nachteile eines solchen Netzwerk in der Realität sind. Wir warten also gespannt auf die ersten Erfahrungsberichte und Analysen aus den Niederlanden.

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Bild: Wikimedia