Fotocredit: Unsplash/Jonathan Brinkhorst
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Schweden ist, wenn es um den Klimaschutz geht, eines der Vorreiterländer in der EU.

Klare Zielsetzungen und Strategien machen es dem Land möglich, sich in Klima und Umweltfragen positiv vom Rest Europas abzuheben. Die Schwedische Regierung arbeitet dafür, das Thema in allen Bereichen der Gesellschaft auf die Agenda zu setzten und zu integrieren. Vor allem im Transportbereich zeigt die Arbeit der letzten Jahre bereits Wirkung. Bis 2030 soll der Transportsektor in Schweden zu 100 Prozent fossilfrei sein. Der Aktionsplan für den Transportbereich enthält verschieden Maßnahmen, um Transport vermehrt auf die Schiene zu verlegen, effiziente fossilfreie Fahrzeuge zu verwenden, Straßen zu elektrifizieren, fossilfrei auf Wasserwegen zu transportieren und auch Rad-, Fußwege und den öffentlichen Verkehr auszubauen.

Die Emissionen aus dem Nichthandelsbereich sollen bis zum Jahr 2030 um 63 Prozent gesenkt werden, was rund 15 Millionen Tonnen CO2 für den Zeitraum 2016 bis 2030 entspricht. Berechnungen der nationalen Umweltschutzbehörde zeigen, dass dieses Ziel mit den vorhandenen und geplanten Strategien und Instrumenten beinahe erreicht wird, dass es aber auch weitere Maßnahmen braucht.

Auch wenn es um erneuerbare Energie geht, nimmt Schweden eine Vorbildposition ein. Bereits im Jahr 2012 hatte man sich, genau wie das Nachbarland Norwegen, dazu verpflichtet bis 2020 28,4 Terawattstunden Strom aus erneuerbaren Quellen zu gewinnen. Weitere 18 Terawattstunden sollten laut den 2012 gefassten Plänen bis zum Jahr 2030 dazukommen. Heute hat man, dank schnell voranschreitender Entwicklungen im Bereich nachhaltiger Energieproduktion, bereits das für 2030 gesteckte Ziel erreicht. Laut Berechnungen der schwedischen Energieagentur wird man bis Ende 2018 das ursprünglich für 2030 geplante Ziel sogar noch um eine Terawattstunde übertreffen. Und was tut man in Schweden, wenn man seine Ziele viel früher erreicht als geplant? Man rastet sich nicht auf seinen Lorbeeren aus, sondern steckt sich einfach höhere Ziele. Bis Ende 2018 sollen fast 3700 neue Windturbinen aufgestellt und in Betrieb genommen werden. 2040 will man die Stromproduktion komplett aus erneuerbaren Quellen decken, vor allem aus Wind- und Wasserenergie.

Bild: Jonathan Brinkhorst, Unsplash


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