Schweden recycelt oder wiederverwendet 99 Prozent aller Abfälle. Die bereits beeindruckenden 96 Prozent aus dem Jahr 2012 wurden noch verbessert. Nachhaltigkeit ist in dem skandinavischen Land zum Lebensstil geworden.

Schweden will zum abfallfreien Land werden – diese Parole hat kürzlich Weine Wiqvist ausgegeben, der Chef des schwedischen Abfallbehandlungs- und Recycling-Verbandes. 99 Prozent des Ziels auf dem Weg zu Zero Waste sind schon erreicht, nur noch ein kleiner Bruchteil der Abfälle landet auf Deponien. Von den jährlichen 416 kg Abfall, die in Schweden pro Kopf produziert werden, landet lediglich ein Prozent auf der Mülldeponie.

Wie die Schweden das machen? Abfall wird in dem skandinavischen Land gemanagt. Unter Abfall-Management wird eine Reihe von Maßnahmen verstanden: Das oberste Gebot ist die Vermeidung von Müll, dann folgt die Wiederverwendung, danach Recycling und als letztes Mittel die Lagerung auf der Deponie. Bei der Vermeidung von Müll ist noch viel Luft nach oben, aber Wiederverwendung und Recycling ist in Schweden oberstes Gebot. Der Hausmüll wird gewissenhaft getrennt, Unternehmen müssen ihren Abfall genauestens sortieren und auf PET-Flaschen und Dosen wird ein Pfand eingehoben.

Die Hälfte der vier Millionen Tonnen Müll, die pro Jahr dann doch anfallen, verwerten Recycler wieder. Die andere Hälfte verbrennen die Schweden und produzieren damit Energie. Weil in dem Land aber immer weniger Müll produziert wird, haben die Verbrennungsanlagen ungenutzte Kapazitäten. Also wird Müll importiert, damit die Anlagen Strom produzieren können.

Der dabei erzeugte Strom ist zwar nicht wirklich sauber, denn in den Abfällen landen sehr wohl auch Materialien, die recycelbar wären. 15 Prozent der verbrennten Masse bleibt in Form von Schlacke und Asche über. Metalle werden aussortiert und recycelt, nicht-brennbare Stoffe wie Ziegel und Porzellan werden gesiebt und im Straßenbau eingesetzt. Die Emissionen bestehen zu 99,9 Prozent aus nicht giftigen Kohlenstoffen und Wasser und werden mit Trockenfiltern und Wasser gereinigt. Die Trockenfilter kommen auf die Deponien, mit dem schmutzigen Filterwasser werden die Schächte stillgelegter Minen aufgefüllt.Die Emissionen wären weitaus höher, wenn statt des Mülls Kohle, Erdöl oder Erdgas verbrannt würde, trotzdem bleibt noch genügend Luft nach oben.

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