Shrimpscocktail bald aus dem Labor? Shiok Meats macht’s möglich. Fotocredit: © Taken / Pixabay
Shrimpscocktail bald aus dem Labor? Shiok Meats macht’s möglich. Fotocredit: © Taken / Pixabay
Ein Start-up aus Singapur möchte bereits in naher Zukunft mit Laborgarnelen Teil des Krustentiermarkts werden. Das Unternehmen verspricht ähnliche Konsistenz und köstlichen Geschmack bei einem geringeren ökologischen Fußabdruck.

Fleisch zum Verzehr im Labor zu züchten – das ist schon lange das Ziel vieler Forscher, das auf verschiedene Arten auch bereits erreicht ist. Seit den 90ern gibt es immer wieder unterschiedliche Ergebnisse auf dem Gebiet der In-vitro-Fleisch-Forschung. Aktuell lässt ein asiatisches Start-up aus der Lebensmitteltechnologie mit interessanten Fortschritten aufhorchen. 

Laborgarnelen werden mittels Zelltechnologie hergestellt

Shiok Meats heißt das Unternehmen aus Signapur, dessen Mission es ist, „köstliche, saubere und gesunde Meeresfrüchte“ wie Garnelen, Krabben und Hummer, die in Textur und Geschmack dem tatsächlichen Meeresfrüchtefleisch in nichts nachstehen sollen, auf unsere Tische zu bringen. „Ohne Tierleid“ sollen so die Krustentieren im Labor mit Hilfe der Zelltechnologie entstehen.  Aktuell befindet sich Shiok Meats in der Forschungs- und Entwicklungsphase. Mit Hilfe der Zelltechnologie hat das Unternehmen bereits erfolgreich ein Garnelenprodukt gezüchtet. Marktreif ist das Produkt bisher noch nicht – viel zu teuer ist das zellbasierte Garnelenfleisch im Moment noch: Derzeit kostet ein Kilo nämlich noch umgerechnet über 260 Euro. Die Lebensmitteltechniker des Unternehmens arbeiten jedoch unermüdlich daran, mit einem Kilopreis von etwa 44 Euro marktfähig zu werden. 

 

Rückverfolgbarkeit und Lebensmittelsicherheit zentrale Punkte

Und dieses Ansinnen verwundert wenig, immerhin handelt es sich bei Garnelen um einen Milliarden schweren Bereich des Lebensmittelmarktes, der in den nächsten Jahren vermutlich auch noch wachsen wird und damit ein attraktives Segment darstellt. Shiok Meats verknüpft das mit einem nachhaltigen Ansatz: Im Vergleich zu wild gefangenen und gezüchteten Shrimps haben im Labor gezüchtete Garnelen einen weitaus geringeren ökologischen Fußabdruck, da sie weder zur Überfischung der Meere noch zur Plastikverschmutzung im Zusammenhang mit der Meeresfrüchteindustrie beitragen. Die Züchtung im Labor soll laut dem Unternehmen auch im Hinblick auf die Rückverfolgbarkeit der Herkunft und auf die Lebensmittelsicherheit wesentliche Vorteile bringen.

Quellen: greenqueen.com, https://shiokmeats.com / Foto: © Taken / Pixabay


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