Das dänische Architekturbüro Cobe wurde in einem Wettbewerb ausgewählt, um in Schweden ein neues Science Center zu bauen.

In der südschwedischen Stadt Lund entsteht ein neuer Stadtteil, der den Namen Science Village trägt. Hier gibt es Platz für Unternehmen aus dem Bereich Forschung, Bildung, Materialwissenschaften und Innovation, aber auch Universitäts- und Hochschulfilialen sowie Forschungsinstitute haben sich hier angesiedelt, beziehungsweise werden dies in den nächsten Jahren tun. Natürlich darf in einem solchen Stadtteil, in dem beinahe alles der Wissenschaft, Forschung und Entwicklung gewidmet ist, ein anständiges Science Center für Besucher nicht fehlen. Voriges Jahr wurde deshalb ein entsprechender Architekturwettbewerb ausgeschrieben und Anfang dieses Sommers wurde das Siegerprojekt gekürt.

Das dänische Architektenbüro Cobe konnte die schwedische Jury mit seinem hauptsächlich aus Holz und Glas bestehenden Entwurf überzeugen. Erfahrung mit dem Entwurf von Museen hat man bei Cobe bereits, der Entwurf des Museums für Jugendkultur im dänischen Roskilde stammt auch von diesem Büro. Beim Meeting Science, wie Cobe seinen Entwurf für das Science Center in Lund getauft hat, handelt es sich um ein viereckiges Gebäude mit konkav geschwungenem Dach. In der Mitte des Gebäudes befindet sich ein nach oben und nach zwei Seiten offener, runder Innenhof, welcher begrünt werden soll. Im Gebäude sollen rund dreieinhalbtausend Quadratmeter Ausstellungsfläche entstehen, sowie ein Restaurant, ein Museumsshop und ein Auditorium.

Für die Jury war es auch wichtig, dass das Science Center nachhaltige Technologien implementiert. Meeting Science soll mit Solarzellen am Dach ausgestattet werden und im Winter soll es mit Abwärme aus den naheliegenden Forschungsanlagen ESS und MAX IV beheizt werden. Im Innenhof soll außerdem ein Regenwasserreservoir gebaut werden, dieses Wasser kann auf verschiedenen Arten verwendet werden. Werden alle Pläne so verwirklicht, wie Cobe das in seinem Entwurf vorsieht, wird das fertige Gebäude Co2-neutral sein.

Die Jury lobte an Cobes Entwurf, dass das Gebäude als eine Art Fenster auf den ansonsten für die Allgemeinheit eher verschlossenen Forschungsbereich fungiert. Dieses Fenster zur Forschung öffnet sich einerseits durch das zukünftige Ausstellungs- und Vortragsprogramm, andererseits durch die offene, einladende Architektur, die im lichtdurchfluteten Innenhof ihren Höhepunkt findet.


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Bild: Cobe

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