Fotocredit: www.aurecongroup.com
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Gilghi, die weltweit erste solarbetriebene Wasseraufbereitungsanlage, sorgt bei Aborigines Australiens für Trinkwasser.

Rund 48.000 Aborigines in Australien sind für ihre Trinkwasserversorgung vom Grundwasser abhängig. Oft weist das Grundwasser in trockenen Gebieten des Landes aber hohe Mineralienkonzentrationen auf, die Haushaltsgeräte, Warmwasserleitungen, Klimaanlagen und WC-Zisternen zerstören, die allesamt für weicheres Wasser ausgelegt sind. Besonders abgelegene Gemeinden bekommen ihr Trinkwasser von LKWs geliefert, was sehr teuer und ineffizient ist.

Eine Lösung für dieses Problem bietet nun das „Project Gilghi“. So heißt das weltweit erste System, das ermöglicht, Wasser mithilfe von Solarenergie aufzubereiten. In Betrieb ist das System, das die Firmen Aurecon und Ampcontrol gemeinsam entwickelt haben, seit Anfang 2019 – und zwar rund 75 Kilometer von Alice Springs entfernt. Das Gilghi-System ist eine in sich geschlossene, autarke Umkehrosmose-Wasseraufbereitungsstation, die in einem Schiffscontainer untergebracht „

Die Wasseraufbereitungsanlage des Projekts "Gilghi" - Fotocredit: Fotocredit: www.aurecongroup.com
Die Wasseraufbereitungsanlage des Projekts „Gilghi“ – Fotocredit: Fotocredit: www.aurecongroup.com

Vorteile hat das Gilghi-System einige: Die Anlage erzeugt täglich ausreichend Trinkwasser für 500 Menschen und hat ein integriertes Energie-Backup, das über den Netzstrom oder über einen Dieselgenerator funktioniert, für den Fall, dass nicht ausreichend Solarenergie vorhanden ist. Außerdem kann an das Modulsystem umgehend ausgebaut werden, sollte das nötig werden.

Wasseraufbereitungsanlagen laufen üblicherweise durchgehen, doch Gilghi ist darauf ausgelegt, die Sonnenenergie, die tagsüber zur Verfügung steht, intelligent zu nutzen. In der Nacht wird das gespeicherte, aufbereitete Trinkwasser dann verteilt. Sobald die Sonne am nächsten Tag wieder aufgeht, beginnt das System von Neuem, Wasser aufzubereiten. Das Gilghi-System, das nach dem Wort für „Kleines Wasserloch“ in einer Eingeborenensprache benannt ist, ist darauf ausgerichtet, dass es die Gemeinschaft, die es nutzt, auch selbst erhalten und bedienen kann.

Quelle: „Project Gilghi, Australia“

Foto: Aurecon


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