Wo stellt man bei einem romantischen Abendessen die Lautsprecher auf? Wo schließe ich sie an den Strom an? Die Antworten auf diese Fragen gibt ein Bluetooth-Lautsprecher, der durch eine Kerze betrieben wird.

Die Entstehungsgeschichte zu Pelty geht so: An einem Sommerabend am Gardasee schritt der italienische Ingenieur Gianluca Gamba auf seine Terrasse. Er war dabei, ein elegantes Dinner für seine Verlobte vorzubereiten. Das Essen wartete bereits im Ofen, der Wein war entkorkt, die Kerzen in Stellung gebracht, nur die romantische Musik musste noch arrangiert werden. Doch seine Lautsprecher wollten ihm nicht in die von ihm gestaltete Szenerie passen. Wie üblich, war das Gerät aus schnödem Plastik und benötigte eine Stromquelle. Kabel und Plastik bei einem romantischen Abendessen? Das missfiel dem Italiener zutiefst und so kam ihm die Idee einen Lautsprecher zu entwickeln, der plastikfrei sein sollte und keiner externen Stromquelle bedarf.

Pelty besteht aus Glas, Keramik und Holz und einem Teelicht. Das Gerät hat einen elektrothermischen Wandler eingebaut, der sich den Seebeck-Effekt zunutze macht. Dabei wird ein Stromfluss durch einen Temperaturunterschied hergestellt, wozu das eingebaute Teelicht dient. Benannt ist der Lautsprecher aber nach dem verwandten Peltier-Effekt, der eine Temperaturänderung durch einen Stromfluss beschreibt. Der Name Seeby fiel anscheinend bei Markttests durch.

Via Bluetooth verbindet sich Pelty mit dem Smartphone. Die Musik läuft solange das Feuer brennt. Laut dem romantischen Erfinder kann die Lautstärke des Systems mit jeder anderen Docking-Station mithalten. Mittels einer Indiegogo-Kampagne hat er versucht, Kapital in einer Höhe von 100.000 Dollar zu sammeln. Für rund 190 Euro konnte man einen Pelty-Lautsprecher bestellen. Das Ziel wurde deutlich verfehlt. Ob die Produktion trotzdem startet, ist noch unklar.

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