Hyperglobe
Hyperglobe
Andreas Riedl iist für die Software der Datenkugel verantwortlich.

Seit März 2017 gibt es in der Spittelau die Wien Energie-Erlebniswelt. An insgesamt 19 interaktiven Stationen können Wissbegierige sich darüber informieren, wie Energie entsteht und wie die Energiequellen genutzt werden können. Ein besonderes Highlight ist der Globus, der anhand eines Modells der Erde verschiedene Daten visualisiert. Ass.-Prof. Dr. Andreas Riedl von der Uni Wien ist der Kopf hinter dem Datenmodell. Im Interview spricht er darüber, welch sensationelle Einblicke der Hyperglobe bietet und wie ein solcher funktioniert.

Was kann der Hyperglobe?

Wir entwickeln am Institut für Geografie seit dem Jahr 2005 Software für den Hyperglobe. Mittlerweile haben wir rund 300 Themen zur Verfügung, die wir visualisieren können. Für den Hyperglobe in der Erlebniswelt hat Wien Energie eine Reihe von Themen ausgewählt, die zum Bereich Energie passen. Der Globus in der Erlebniswelt hat einen Durchmesser von 1,2 Metern und visualisiert unter anderem die Themen Jahreslauf, Hurrikan Katrina 2005, Meereseis im Monat September von 1987 bis 2009 und den Anstieg des Meeresspiegels um 6 Meter.

Wie funktioniert der Hyperglobe?

Der Hyperglobe ist eine Acrylglaskugel, die mit einer Spezialbeschichtung überzogen ist, damit das Bild an der Oberfläche entstehen kann. In der Erlebniswelt steht unser aktuelles Topmodell. Es verfügt über zwei Projektoren, die die dreifache Auflösung haben wie bisher im Einsatz war. Somit ist die Bildgebung deutlich verbessert. Im Inneren der Kugel befinden sich zwei Hochleistungsbeamer mit Spezialoptik, damit bei dem kurzen Fokus überhaupt ein scharfes Bild entstehen kann. Ein konvexer Spiegel leitet die Lichtstrahlen auf die Innenseite der Kugel. Gesteuert wird der Hyperglobe über einen Touchscreen.

Wo ist der Hyperglobe noch im Einsatz?

In vielen europäischen Ländern, wie Deutschland, Spanien, Portugal, Frankreich, Italien, Litauen, in der Schweiz, aber auch in Indien und in Dubai sind die Installationen im Einsatz. Interessant sind sie für Museen und Freizeiteinrichtungen genauso wie für Forschungseinrichtungen, die die Ergebnisse ihrer Arbeiten visualisieren möchten.

Was macht den Hyperglobe so besonders?

Der Hyperglobe ist das einzige kartografische Mittel, das Daten genau so wiedergibt, wie sie wirklich sind. Der Betrachter hat einen Blick auf die Erdkugel wie aus Astronautensicht. Das ist einzigartig.

 

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Quelle: Energieleben Redaktion
Foto: Andreas Riedl

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