Quinoa ist vielleicht eine der besten pflanzlichen Eiweissquellen auf der Welt.

Nachdem immer mehr Menschen Gluten vermeiden (mehr dazu hier) erfreuen sich die sogenannten Pseudogetreide wachsender Beliebtheit. Doch was steckt dahinter? Und sind diese Sorten wirklich so gesund?

Neben Getreide gibt es noch Samenkörner die dem Aussehen nach den Anschein erwecken ein Getreide zu sein: Amaranth, Buchweizen, Quinoa, Teff und, das in unseren Breiten noch recht unbekannte, Canihua. Biologisch gesehen gehören diese Arten zu den „krautigen Pflanzen“ und die Körner unterscheiden sich in Nährstoffzusammensetzung und Backfähigkeit deutlich vom echten Getreide. Sie enthalten mehr Eiweiß und deutlich mehr Mineralstoffe, und sind glutenfrei. Wegen des fehlenden Klebereiweiß (Gluten) werden die besten Ergebnisse bei Backen durch Beimischung (20-30%) zu Weizen erzielt, wobei es online mittlerweile auch viele alternative Rezepte gibt.

Quinoa

Quinoa ist vielleicht eine der besten pflanzlichen Eiweissquellen auf der Welt und der Mineralienreichtum ist wesentlich höher als der unserer üblichen Getreidearten. Die kleinen Körner können sowohl pikant als auch süß zubereitet werden.

Herkunft

Quinoa stammt aus Südamerika, wo es seit mehr als 6000 Jahren ein Hauptnahrungsmittel ist. In den letzten Jahren wurde es auch im Rest der Welt bekannter und die Nachfrage ist gestiegen. Trotzdem wird es heute immer noch vermehrt in Südamerika angebaut und manchmal auch Inkareis genannt (obwohl die Pflanze sehr robust ist und auch in unseren Breiten wachsen würde).

Inhaltsstoffe

Quinoa ist wie schon erwähnt eine der besten pflanzlichen Eiweißquellen. Was Quinoa so einzigartig macht, ist, dass die kleinen Körnchen alle neun essentiellen Aminosäuren enthalten, was für ein pflanzliches Lebensmittel äußerst ungewöhnlich ist. Eine Tasse Quinoa enthält 9 Gramm Protein (100g rund 14g), was sogar das proteinreiche Ei (6 Gramm) schlägt!! Außerdem enthält es mehr Calcium als Weizen oder Roggen, mehr Eisen und Vitamin E, dafür allerdings überhaupt kein Vitamin A und C. Quinoa ist auch ein Antioxidant.

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Besonderheiten

Besonders für Leute mit Zöliakie ist Quinoa eine tolle glutenfreie Alternative zu Reis & Co. Aber auch für alle anderen hat es durchaus seinen Reiz, der glykämische Index von Quinoa ist nämlich sehr niedrig. Das heißt, die Kohlenhydrate in Quinoa gehen nur zu einem kleinen Teil in Form von Zucker ins Blut über. Dies macht es zu einem exzellenten Lebensmittel für alle, die mit Blutzucker- oder Gewichtsproblemen zu kämpfen haben. Aus diesem Grund bietet Quinoa auch Candida-Pilzen keine Lebensgrundlage, wie das etwa unsere üblichen Getreidesorten tun, und ist für Betroffene eine gute Alternative.

Für die Inkas war es angeblich neben einem Grundnahrungsmittel auch ein Mittel gegen Halsentzündungen. Außerdem hilft es gegen Migräne, schützt vor Krebs und ist durch das enthaltene Tryptophan ein natürlicher Stimmungsaufheller.

Zubereitungstipps

Man kann Quinoa sowohl salzig als auch süß zubereiten, also z.B. als Beilage zu Fleisch und Fisch, in Salaten mit Gemüse, aber auch mit Obst und Honig in süßen Gerichten. 

Wichtig ist es vor dem Verzehr gut zu spülen, um die Bitterstoffe (Saponine) zu entfernen, damit es zubereitet dann einzig einen leicht nussigen Geschmack hat. Die bekannteste Zubereitungsart ist wohl eine ähnliche Zubereitung wie Reis: mit der doppelten Menge Wasser aufkochen und etwa 10 Minuten köcheln lassen.

Die Körner kann man aber ebenso wie Amaranth „poppen“ lassen, einfach einen Salat daraus machen oder sie zu einem Mehl vermahlen.

Quellen:
http://www.zentrum-der-gesundheit.de/quinoa.html
http://www.quinoa.info/rezepte.html
http://www.ages.at/themen/landwirtschaft/pflanzengenetische-ressourcen/pflanzen-des-monats/2014-pflanzen-des-monats/pflanze-des-monats-oktober-quinoa/

Bilder/Fotograf: Ulrike Göbl

ulli goeblUlrike Göbl, MA

Die nebenberufliche Fitness- und Ernährungstrainerin beschäftigt sich schon seit ihrer Jugend mit gesunder Ernährung und alternativen Lebensweisen. 2010 begann die begeisterte Hobbyköchin ihren Foodblog „Fit & Glücklich“. Dort vereint sie ihre Liebe zu gutem Essen und Sport mit dem Versuch, die Balance im Leben zu finden. Seit 2012 vernetzt sie mit einer Kollegin auch noch die Österreichischen Foodblogger auf einer eigenen Plattform und hat 2015 auch ein Kochbuch  zum Thema „Clean Eating“ geschrieben.

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