Flower Power ist zurück – nicht in Kalifornien oder Woodstock, sondern in Seattle. Riesige blumenförmige Kunstwerke stehen vor dem Wissenschaftszentrum der Stadt am Pazifik. Die Blumen speichern das Tageslicht und beleuchten nachts via LED die Umgebung – und summen dabei sogar.

Sonic Bloom nennt sich die Installation, die einer Kooperation des Wissenschaftszentrums Seattle mit der städtischen Energiebehörde entsprang. Der Künstler Dan Corson hat fünf Blumen entworfen, die jeweils über 10 Meter groß sind. Untertags scheinen die Blumen zu glühen, wenn das Sonnenlicht durch die Blütenblätter aus Milchglas scheint und nachts leuchten sie auf. Die Riesenblumen verfügen über Solarpaneele, die die LEDs mit Strom versorgen.

Am Kopf jeder Blume sind jeweils 46 lokal erzeugte Photovoltaik-Kollektoren angebracht, die den Sonnenschein in Strom umwandeln. Damit wird die nächtliche Beleuchtung sowie das Soundsystem  versorgt. Betreten Besucher die Ausstellung, beginnen die Riesenblumen zu summen. Jede Blume ist mit einem eigenen Notensatz ausgestattet, zusammen ergibt das Summen der fünf Riesenblumen einen harmonischen Klangteppich, wie in diesem Video zu hören ist. Die Soundlandschaft können die Besucher tags und nachts erleben.

Finanziell unterstützt wurde das Kunstprojekt durch das Programm Green Up mit dem Seattles Energiebehörde die Entwicklung erneuerbarer Energiesysteme fördern will. Die Installation soll einerseits als optischer Aufputz, andererseits als Fokus für die pädagogische Arbeit des Wissenschaftszentrums dienen.

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