Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky, Umweltstadträtin Ulli Sima, Wien Energie-Geschäftsführer Michael Strebl und Bezirksvorsteher Gerald Bischof auf dem Dach der Schule Carlbergergasse. Fotocredit: © Christian Fürthner/PID
Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky, Umweltstadträtin Ulli Sima, Wien Energie-Geschäftsführer Michael Strebl und Bezirksvorsteher Gerald Bischof auf dem Dach der Schule Carlbergergasse. Fotocredit: © Christian Fürthner/PID
Wer kleine Kinder hat oder selbst zum Lehrpersonal gehört, der weiß: Dank Schlagwörtern wie „Verdachtsfall“, „Quarantäne“, „Maskenregelung“, „Abstand“ und Co. sind für viele gerade die besten Nachrichten aus der Schule: keine Nachrichten aus der Schule! Dabei gibt es in Wien derzeit durchaus auch Erfreuliches aus Kindergarten und Schule zu berichten.

Es ist schon eine ganz besondere Schule, auf deren Dach sich Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky, Umweltstadträtin Ulli Sima, Wien Energie-Geschäftsführer Michael Strebl und Liesings Bezirksvorsteher Gerald Bischof hier zum Fotoshooting getroffen haben: Denn sie alle stehen am Dach der neuen Ganztags-Volksschule, die diesen Herbst in der Carlbergergasse im 23. Wiener Gemeindebezirk mit modernsten Räumlichkeiten und Ausstattung auf aktuellstem Niveau gestartet hat. Etwa 20 Millionen Euro hat die Stadt Wien in den Neubau sowie in die Erweiterung der Schule investiert. Verwendet wurden diese Ressourcen unter anderem für die 99 Module der neuen Photovoltaik-Anlage auf ihrem Dach, mit der rund 10 Tonnen CO2 jährlich eingespart werden können.

Gute Nachrichten: Photovoltaik auf den Dächern von Schulen und Kindergärten

Die Solaranlage ist Teil des nachhaltigen, vorausblickenden und fortschrittlichen Umweltkonzepts, das die Stadt Wien letztlich zur Musterstadt in Sachen Klimaschutz machen soll. Schon jetzt hat Wien im Vergleich zu anderen Bundesländern den niedrigsten CO2-Ausstoß pro Kopf zu verzeichnen und wurde von Greenpeace auf Platz 1 der klimafreundlichsten Städte des Landes gehievt. Möglich machen diese Erfolge zahlreiche Kooperationen und die unermüdlichen Bestrebungen, die nachhaltige Energieversorgung in Wien ständig zu erweitern. Wie zum Beispiel durch die Solarpatenschaft der Wiener Schulen mit Wien Energie, die seit 2017 läuft und mit zum Ziel hat, dass bei allen Neubauprojekten von Schulen und Kindergärten, da wo es möglich ist, Photovoltaik-Anlagen gleich mitgedacht werden. Auch bei Schulsanierungen soll in Zukunft die Nutzung von Sonnenenergie ganz am Beginn der Überlegungen stehen. „Dabei können sich Kindergartenkinder und SchülerInnen auch gleich hautnah mit modernster Umwelttechnik auseinander setzen“, sagt dazu Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky.

Solaranlagen bald auf allen Schulen, bei denen die Möglichkeit dazu vorhanden ist

Errichtet wurde die neue Schul-Solaranlage von Wien Energie, die das Projekt in weiterer Folge auch betreut und im Zuge der Kooperation bereits mehrere Photovoltaik-Anlagen auf Schulen bzw. Kindergärten betreibt. Ganz im Sinne des Wien Energie-Geschäftsführers Michael Strebl, der mit seinen Maßnahmen besonders stark auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz achtet. Und das nicht nur, weil der Klimaschutz in der Bevölkerung endlich zunehmend Zuspruch findet, sondern vor allem auch weil „diese Partnerschaft nicht nur ein wichtiger Schritt für den Photovoltaikausbau in Wien ist, sondern auch das Thema Klimaschutz für die Kinder, die Schülerinnen und Schüler vor Ort sichtbar macht“, wie Strebl betont. Das Potenzial der zahlreich vorhandenen Dachflächen von Schulen und Kindergärten in der Stadt sieht der Wien Energie Chef jedenfalls als ein sehr großes für die Energietrendwende an und zeigt sich dabei enthusiastisch voller Tatendrang: „Bereits Ende nächsten Jahres soll jede Schule, bei der das technisch möglich ist, ein eigenes Solarkraftwerk am Dach haben!“ 

Fotocredit: © Christian Fürthner/PID 


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