Die Preise für Treibstoff klettern, so scheint es, ununterbrochen und unaufhaltsam immer weiter nach oben. Für viele Menschen bedeutet die Entscheidung fürs Tanken gleichzeitig die Entscheidung gegen eine andere Investition.…

Die Preise für Treibstoff klettern, so scheint es, ununterbrochen und unaufhaltsam immer weiter nach oben. Für viele Menschen bedeutet die Entscheidung fürs Tanken gleichzeitig die Entscheidung gegen eine andere Investition. Kein Wunder, dass da oft vage Erinnerungen an die 70er-Jahre und die „autofreien Tage“ aufkommen.

Doch was waren die autofreien Tage eigentlich? Warum griff die Politik zu einer so drastischen Maßnahme? Und wie hat sich der Benzinpreis seit damals entwickelt?

Die erste Ölkrise in der Menschheitsgeschichte erwies sich zugleich als die folgenreichste. Sie wurde durch den Jom-Kippur-Krieg verursacht, der von 6. bis 26. Oktober 1973 dauerte. Die Organisation der Erdöl exportierenden Länder (OPEC) drosselte dabei die Ölfördermengen bewusst um rund fünf Prozent, um politischen Druck zu erzeugen und den Westen von der Unterstützung Israels abzuhalten. Dieses Ereignis kennen viele auch unter dem Namen „Ölembargo“.

Der autofreie Tag als Auswirkung der Ölkrise

Ab 16. Oktober 1973 wurden die Ölausfuhren von den OPEC-Ländern nicht nur eingeschränkt, sondern die Abgabepreise auch drastisch erhöht. Innerhalb weniger Tage kam es zu einer Energieknappheit und Rationierung des begehrten Kraftstoffes. In der Folge stiegen die Benzinpreise um etwa 70 Prozent.

Die einzige kurzfristig denkbare Lösung war: Treibstoff sparen. So wurden allgemeine Tempolimits und im Jänner 1974 in Österreich der autofreie Tag eingeführt.

Wie der autofreie Tag umgesetzt wurde

An einem Wochentag freier Wahl wurde jeder Autofahrer verpflichtet, auf sein Fahrzeug zu verzichten. Mit einem Aufkleber musste der gewählte Tag an der Windschutzscheibe angezeigt und zusätzlich im Zulassungsschein eingetragen werden. Wer am autolosen Tag sein Fahrzeug benutzte, dem drohten schwere Strafen von bis zu 2.160 Euro.

Steigende Benzinpreise machen den autofreien Tag wieder populär

Eine Studie anhand des Kraftstoffes Normal-Benzin zeigt, dass dessen Preis am Beginn der 1970er Jahre noch recht konstant war, spätestens ab 1975 aber stetig zunahm. Der Preisanstieg wurde nur durch eine kurze Entspannungsphase rund um 1990 gebrochen. Von 0,28 Cent hat sich der absolute Preis für Benzin von 1970 bis heute mehr als verfünffacht. Jedes Jahr erhöht sich der Spritpreis um etwa 3 Cent pro Liter, wodurch der Gedanke an einen autofreien Tag wieder an Bedeutung zunehmen wird. Die Entscheidung dazu ist derzeit allerdings (noch) ganz freiwillig.

3 Kommentare

  1. Kann man die Autofreihen Tage der Vergangenheit auf die Zukunft umlegen ? (zb. wenn man die letzten 3-7 Jahre Fahrzeugfer Lebte ?) ;-P
    Und wenn man 2 Fahrzeuge besitzt, lässt man Sie abwächselnt stehn ? ;-P
    Da gibt es sicherlich andere u. bssere Lösungsansätze !
    zb. an jeden Taxistandplatz E-Lademöglichkeit (mit ÖKO-Strom versteht sich )
    Förderung der allemeinen e-Fahrzeug-Produktion u. Anschafung .
    Ich hatte vor 30 Jahren schon einen Einfall : Warum macht man in Großstädten und auf Autobahnen nicht teilweise oder ganz , Netzartige Oberleitungen Für e-Autos , die eine E-ausfahrbare Kondacktantenne haben , wie beim Auto-Drom ,die dadurch versorgt werden und Teilgeladen ? Zusätzlich kann man auch Zuhause Laden , oder wie beim BILLA, so mit gibt es kein Problem mit der >>Reichweite <<. Viele würden in Städtischem Gebiet nie zusäzlich Laden müssen ! Zusätzlich ein kleiner Verbrennungsmotor, der Strom erzeugt für längere Strecken ohne Lademöglichkeit (als überbrückung für die nähere Zukunft).
    Verechnung Monatlich -Halbjährlich über einen Verplomten Stromzähler in jedem Fahrzeug .( Oder Andere Möglichkeiten ).usw.,…..

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