Wenn in Polnähe riesige wabernde bunte Schleier am Himmel zu beobachten sind, dann zürnen nicht die Götter, es steht auch kein Krieg oder eine Naturkatastrophe bevor, wie man früher glaubte.…

Wenn in Polnähe riesige wabernde bunte Schleier am Himmel zu beobachten sind, dann zürnen nicht die Götter, es steht auch kein Krieg oder eine Naturkatastrophe bevor, wie man früher glaubte. Vielmehr handelt es sich dabei um Polarlichter, die aus einem Zusammenspiel der Magnetfelder der Sonne und der Erde entstehen.

Durch Sonnenstürme treffen elektrisch geladene Teilchen von der Sonne mit Geschwindigkeiten von bis zu 600 Kilometer pro Sekunde auf die Erde. Das Magnetfeld der Erde absorbiert und leitet diese Kraft. Die Elektronen wickeln sich also um die magnetischen Feldlinien der Erde. Diese Teilchen können bis in die obersten Schichten der Erdatmosphäre eindringen und an den Polen – dorthin werden sie durch die magnetische Feldlinien gelenkt – mit Sauerstoff- und Stickstoffatomen kollidieren. Treffen die einfallenden Elektronen auf Sauerstoffatome, entsteht ein grünes oder rotes Polarlicht. Werden Stickstoffatome zum Leuchten angeregt, sind vorwiegend blaue und violette Farbtöne zu beobachten. Je stärker der Teilchenstrom von der Sonne, umso hellere Polarlichter sind zu sehen.

Entscheidend für die Häufigkeit von Polarlichtern ist die Entfernung des Beobachtungsortes von den magnetischen Polen der Erde. Polarlichter sind dementsprechend häufiger in den Polarregionen zu beobachten als in unseren mitteleuropäischen Breiten.

Dabei dürfen die geografischen Pole nicht mit dem magnetischen Polen verwechselt werden. Der magnetische Südpol der Erde liegt im Bereich der kanadischen Antarktis. Mit einer Portion Glück lassen sich auf einem Flug aus Nordamerika nach Europa Nordlicht (Aurora borealis) und Südlicht (Aurora australis) beobachten. Im Polarlichtoval rund um die Pole treten die beiden Lichter stets zur gleichen Zeit auf.

Lassen Sie sich von den Nordlichtern verzaubern:
http://www.chilloutzone.net/video/nordlichter.html
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