Fotocredit: Pixabay/StockSnap
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Du willst auch endlich mit diesem Yoga beginnen, weil du schon so viel Gutes darüber gehört hast, bist aber noch am Zweifeln, ob du flexibel genug dafür bist? Dann bist du heute hier genau richtig, denn wir räumen mit allen Vorurteilen und Urban Legends auf.

Yoga hat einen ganz simplen Ursprung, wurde aber mit der Zeit und von unserer westlichen Gesellschaft zu einer teilweise komplizierten Disziplin gemacht. Dabei kann es so easy sein, leg deinen inneren Kritiker ab und wirf alle Vorurteile über Bord und schwing dich einfach auf deine Matte. 

Ob du deinen ganzen Körper kräftigen möchtest, der Abbau von Stress im Vordergrund steht oder du einfach mal was Neues für dich ausprobieren magst – all das klingt nach Yoga. Ich habe dir heute eine kleine FAQ Runde mitgebracht, bei der wir endlich mit Vorurteilen und mystischen Legenden rund um Yoga aufräumen. Denn eigentlich ist es ganz simpel und dazu da, um dich zu entspannen und nicht unter Druck zu setzen. 

DIE FAQ DES YOGA

1- ICH KANN DAS GAR NICHT, ICH BIN NICHT FLEXIBEL GENUG

Die wahrscheinlich häufigste Frage, die man als Yogaleher:in zu hören bekommt ist, ob man denn sehr flexibel sein müsste dafür. Und die Antwort lautet ganz schlicht und einfach NEIN. Auf Social Media sieht man oft die „perfekte“ Yogis, die sich in die wildesten Positionen werfen und dabei auch noch traumhaft schön aussehen. Doch das ist nicht die Realität, wie wir alle wissen bildet Social Media immer nur die schönsten Seiten ab. 
Um mit Yoga zu beginnen brauchst du einfach nur dich selbst. Du musst dazu nicht besonders spirituell sein oder gelenkig. Die Flexibilität kommt sowieso mit der Zeit von selbst, wenn du regelmäßig in deiner Praxis bist und Geduld mitbringst. Denn nicht nur die Flexibilität kommt mit der Zeit, auch tief sitzende Verspannungen in deiner Muskulatur werden sich nach und nach lösen und auch nicht wieder kommen, wenn du dran bleibst. 

Fotocredit: Pixabay/jeviniya
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2- MUSS ICH FÜR YOGA SPIRITUELL SEIN UND OOOOMMMMM MACHEN? 

„Om“ bedeutet soviel wie der Klang des Universums und wird gesprochen oder gechantet, um alle Praktizierenden zusammen zu bringen. Normalerweise spricht der Lehrer/die Lehrerin des „Om“ 3 Mal vor und die Schüler:innen sprechen ihm/ihr nach. Das mag dir am Anfang vielleicht ungewohnt und komisch vorkommen, ist aber durchaus ein hilfreicher und sinnvoller Weg, um deine Alltagsgedanken gehen zu lassen und deinen Geist auf die Yogapraxis einzustellen. 

Natürlich ist das „Om“ aber kein Muss, genauso wenig wie die Spiritualität. Du kannst auch einfach nur still dasitzen und lauschen und die Asanas auch ohne Hintergrundwissen praktizieren. Im Yoga geht es nicht um Bewertung und du sollst dich auf keinen Fall unwohl fühlen. Denk immer daran: das ist nur ein kleiner Teil der Yoga Praxis und jede Einheit ist deine ganz eigene. Du kannst sie dir immer so gestalten, wie sie für dich am angenehmsten erscheint. Manchmal ist Yoga einfach nur eine Aneinanderreihung von Posen, manchmal auch ein bisschen „Om“ und Räucherstäbchen. Doch das entscheidest du. 

3- ICH MUSS VEGANER:IN ODER ZUMINDEST VEGETARIER:IN SEIN FÜR YOGA! 

Eines der wichtigsten Prinzipien im Hinduismus ist „Ahimsa“ was so viel wie „Gewaltlosigkeit“ bedeutet. Dieses Ahimsa kann jedoch auf sehr viele unterschiedliche Arten ausgelegt werden. Viele nehmen es als Anlass kein Fleisch zu essen. Auch in der Hatha Yoga Pradipika (eine der ältesten Yoga-Schriften) steht, dass Fleisch und Fisch nachteilige Nahrung für einen Yogi sind. 

Doch auch hier gilt wieder „kein Urteil und keine Wertung“. Denn Yoga hat einen positiven Einfluss auf Körper und Geist und dieser soll niemandem verwehrt bleiben. Auch wenn es nach der Praxis vielleicht ein Schnitzel gibt, schließt sich das natürlich nicht gegenseitig aus. 

Fotocredit: Pixabay/lograstudio
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4- BRAUCHE ICH DIE NEUSTEN, FANCY YOGA PANTS UND SHIRTS? 

Auch hier ein ganz klares Nein. Du solltest es in deiner Praxis gemütlich haben und dich wohlfühlen. Wenn die hautengen Leggings nichts für dich sind, dann greif zu einer weiteren, leichten Hose. Dazu ist ein Sport-BH ratsam, damit du dich auch in Vorbeugen oder tieferen Haltungen wohl fühlst und bei denen dein Rücken nicht eingeschnürt wird. 

Wichtig ist, dass du gut atmen kannst, deine Kleidung leicht und atmungsaktiv ist und du dich gut darin bewegen kannst. Sie sollte auch nicht zu weit sein, damit du nicht nach jedem Positionswechsel erst mal damit beschäftigt bist dein Outfit wieder zurecht zu ziehen.

5- MUSS ICH EINEN HANDSTAND KÖNNEN? 

Ja, am besten einarmig. Spaß beiseite, natürlich muss für eine Yoga Praxis kein Handstand aus dem Ärmel geschüttelt werden können. Es gibt viele Yogis, die es als Ziel verfolgen Armbalancen oder den Handstand zu erlernen, aber in kaum einer offenen Klasse für alle Levels wirst du jemals damit in Kontakt kommen. 

Für den Handstand braucht es oft ein langes Training, die Muskulatur in den Schultern muss gestärkt werden und du musst in der Lage sein deinen Körper kopfüber in einer geraden Linie zu halten. Wenn du den Handstand erlernen möchtest, dann ist es ratsam zuerst an deiner Rumpfstabilität zu arbeiten und dich dann an einer Wand auszuprobieren. 

Wenn du wirklich mit Yoga beginnen möchtest, dann schau doch mal in einem Studio in deiner Nähe vorbei und lass dich beraten, was die richtigen Stunden für dich sind. Was du damit erreichen willst, ob Om dein Ding ist oder nicht. Namaste 😉