Nachhaltigkeitsforschung bei der BASF soll den neuen Weg in eine nachhaltige Landwirtschaft aufzeigen. Will der weltgrößte Chemiekonzern sich reinwaschen, die industrielle Landwirtschaft in eine ökologische Landwirtschaft umwandeln? Oder wird der…

Nachhaltigkeitsforschung bei der BASF soll den neuen Weg in eine nachhaltige Landwirtschaft aufzeigen. Will der weltgrößte Chemiekonzern sich reinwaschen, die industrielle Landwirtschaft in eine ökologische Landwirtschaft umwandeln? Oder wird der Nachhaltigkeitsbegriff wieder einmal missbraucht. http://www.zeit.de/2011/51/BASF-nachhaltige-Landwirtschaft

 

Nahrungsmittelknappheit oder Überfluss an Lebensmitteln?

 

Der World Food Report stellt in jedem Jahr fest, dass alle 5 Sekunden ein Kind unter 10 Jahren an Hunger stirbt und gleichzeitig doppelt so viel Lebensmittel produziert werden, wie die Welt braucht. Gleichzeitig gehen jährlich allein in Deutschland 42.000 Hektar (ha) Ackerflächen verloren, global bis zu 7 Millionen ha. Das ist absolut unnötig, weil zum Einen die industrielle Landwirtschaft, zum Anderen eine Vernichtung von wertvollen Humusböden daran schuld ist. Es ist zurzeit so, dass der Flächenverlust durch die intensive Landwirtschaft durch die künstlichen Ertragssteigerungen ausgeglichen wird, jedoch würde bei Erhalt der Flächen und einer sensiblen, ökologischen Landwirtschaft auch keine Kartoffel weniger erzeugt werden. Davon abgesehen: Was passiert mit der weltweiten Überproduktion, warum erreicht sie nicht die eine Milliarde jährlich hungernden Menschen? Warum werden gleichzeitig Lebensmittel in so einem gigantischen Ausmaß in jedem Jahr vernichtet?

Jean Ziegler beantwortet diese Fragen in seiner „nicht gehaltenen Rede“ zur diesjährigen Eröffnung der Salzburger Festspiele (http://www.youtube.com/watch?v=NTi9lZxggnI&feature=related), die gerade als beste Rede des Jahres 2011 ausgezeichnet wurde. Die verhungernden Kinder zahlen mit ihrem Leben für die Finanzkrisen in den Industrieländern und für die Renditen der Spekulanten an den Nahrungsmittel-Rohstoffbörsen.

 

BASF forscht an einem Rezept Agrochemie und nachhaltige Bodenwirtschaft zusammenzubringen

 

Nach wie vor geistert die Lüge von einer zu geringen Nahrungsmittelproduktion um die Welt. Der Hunger der Menschen in Afrika, Asien, oder Südamerika wird zum Vorwand genommen, noch mehr Chemie in den Boden zu pflügen um die Produktion zu steigern. Das dient allein der Chemieindustrie und somit weder den Landwirten noch den hungernden Menschen. Je mehr Lebensmittel in der intensiven Landwirtschaft erzeugt werden, desto größer wird der Hunger, das ist die traurige Wahrheit.

Erst wenn der Agrarökonom wieder Landwirt also Bauer geworden ist, der mit Liebe Lebensmittel erzeugt, wenn die Böden von Chemie befreit sind und Subventionen, die für die Ausfuhr überschüssiger Lebensmittel gezahlt werden gestrichen wurden, kann auch der Hunger aufhören. Nahrungsmittel sind ein Produkt der Natur und nicht der Industrie.

Natürlich ist der Umstand, dass die Chemie im Boden und auf den Pflanzen schädlich ist für den Humus, das Grundwasser und die Verbraucher nur ein geringer Fokus in der BASF-Studie. Wichtiger sind die Faktoren, wie Wirtschaftlichkeit und Effizienz. Letztlich natürlich die der Shareholder der BASF. Seit 1910 stellt die BASF im Haber-Bosch-Verfahren Stickstoff her, wobei immerhin rund 1,5% des Weltenergiebedarfs verbraucht werden. Damit begann der beispiellose Siegeszug der Chemie, zuerst in der Landwirtschaft.

Solange ein natürlicher Prozess, wie der Anbau, das Wachsen von Pflanzen – als Nahrungsmittel – und das Füttern der Tiere mit Pflanzen durch den Einsatz künstlicher Substanzen, welcher Art auch immer gestört wird, kann keine nachhaltige Landwirtschaft entstehen. Dieser Eingriff in natürliche Kreisläufe wird natürlich nicht aufhören, solange damit so enorm viel Geld verdient wird.

 

Die Menschen und die Erde wünschen sich eine Agrarwende

 

Es ist unbedingt erforderlich, nicht nur eine Energiewende, sondern auch eine Agrarwende sofort einzuleiten, damit der Hunger ein Ende hat und dieser Planet regenerieren kann. Das kann auch sofort geschehen, ohne dass auch nur ein Mensch Hunger leiden muss, da ja immer schon mehr als genügend Nahrung vorhanden ist. Diese muss nur allen Menschen zugänglich gemacht werden. Nicht durch ein neues Verteilungsnetz, neue klimaschädigende überflüssige Transporte, sondern dadurch, dass man es wieder zulässt, dass die Menschen an ihrem Wohnort ihre Nahrung anbauen, ernten, züchten, fischen können. Die WTO (Welt-Handels-Organisation) kann das sofort ermöglichen, indem sie endlich alle Staaten gleichwertig behandelt und alle Subventionen, besonders für die Nahrungsmittelexporte verbietet. Dann muss das Land den ansässigen Landwirten zurückgegeben werden und diese die Chance bekommen, dieses auf natürliche Art zu bewirtschaften. Mehr ist nicht zu tun. (https://www.energieleben.at/okolution-4-0/)

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