Asbest – das ist eigentlich noch ein Thema des 20. Jahrhunderts. Sollte man meinen. Aber die Rückstände gibt es immer noch. Und bei Renovierungsarbeiten heißt es auch auf Asbest achtgeben!

Asbest verwendet niemand mehr. Trotzdem: es war sehr lange ganz selbstverständlich Teil der industriellen Fertigung. Und asbesthaltige Materialien gibt es auch heute noch zur Genüge. Wenn beim Renovieren, beim Sanieren Verdacht auf Asbest besteht, dann heißt es aufpassen. Zum Beispiel bei Wellplatten, PVC-Böden und Nachtspeicheröfen. Im Infoblatt „Asbest: Vom Wundermaterial zum Verbot“ gibt „die umweltberatung“ Tipps zum Umgang mit diesem schwer gesundheitsgefährdenden Material.

„Wunderstoff“ Asbest

Asbest bezeichnet eigentlich eine ganze Reihe von Materialien. Es umfasst verschiedene, natürlich vorkommende, faserförmige Silikat-Minerale blauer oder grüner Farbe.

Warum wurde das gesundheitsgefährdende Material früher so oft und so gern eingesetzt? Asbest wurde auch „Wunderfaser” genannt, weil er langlebig und fest ist, hitze- und säurebeständig, dazu auch noch hervorragend dämmt und die Asbestfaser zu Garnen versponnen und verwebt werden kann. Lauter gute Eigenschaften, die Asbest in fast jedem Industriezweig und in der Architektur empfohlen haben. Aufgrund der inzwischen eindeutig festgestellten Gesundheitsgefahren – Staublunge und Krebs – ist der Einsatz heute fast überall verboten. Unter anderem in der ganzen EU und in der Schweiz. Herstellung und der Verkauf von Asbestprodukten wurden in Österreich ab 1978 schrittweise und 2004 vollständig verboten.

Problem: In vielen Wohnungen und Häusern sind die langlebigen, asbesthaltigen Materialien, die davor gekauft wurden, immer noch zu finden. Alte Blumenkisterl, Fassadenplatten, Kanalrohre, PVC-Böden, Nachtspeicherheizungen und Brandschutztücher – all das sind verdächtige Elemente, die Asbest enthalten können.

Entsorgungsprofis beauftragen

Meist ist schwer zu erkennen, ob Produkte oder Bauteile Asbest enthalten. Wenn Verdacht auf Asbestvorkommen besteht, heißt es handeln.

Schritt eins: Information. Für Öfen zum Beispiel können die Informationen bei der Herstellerfirma beschafft werden, wenn die Typenbezeichnung bekannt ist. Stehen keine Informationen von Herstellern oder Baufirmen zur Verfügung, bleibt leider nur Schritt zwei: Profis mit der Analyse und der Entsorgung beauftragen. Es ist auch möglich, die Raumluft auf Asbest analysieren zu lassen.

Eine Auswahl an befugten Sanierungs- und Entsorgungsunternehmen für Asbestfälle finden Sie unter: www.umweltberatung.at/asbest.

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