Dürre
Dürre
Vier außergewöhnlich trockene Jahre in Folge haben das Wasser beängstigend knapp werden lassen.

Die Konsequenzen der bereits vier Jahre anhaltenden Trockenheit sind für die kalifornische Landwirtschaft, die kommunale Wasserwirtschaft, die Umwelt und alle anderen Wasserverbraucher spürbar. Die staatlichen Wasserreservoire sind zwar noch nicht leer, sollte aber ein weiteres Jahr folgen, in dem die Niederschlagsmengen so gering sind, könnten die Reserven tatsächlich knapp werden.

Der U.S. Drought Monitor, eine Zusammenarbeit zwischen akademischen und staatlichen Organisationen, identifiziert Gebiete die unter außergewöhnlicher Trockenheit leiden. Dafür unterscheidet der Monitor fünf Stufen von D0, ungewöhnlich trocken, bis zur höchsten Stufe D4, extreme Dürre. Im vergangenen Jahr wurde ganz Kalifornien, zum ersten Mal seit Beginn der Aufzeichnungen, auf Stufe D2 eingeordnet, heuer liegt die Mehrzahl der Gebiete bereits auf D3. Die Situation wird sich in den nächsten Wochen nicht verbessern, da 80 Prozent der Niederschläge in den Monaten Oktober bis März fallen. Auch wenn es im Sommer regnet, verdunstet das Wasser durch die hohen Temperaturen sehr schnell wieder.

Kalifornien deckt seinen Wasserbedarf hauptsächlich aus Wasserreserven in großen Staubecken. Doch deren Wasserstand ist nach vier Jahren Dürre stark gesunken. Hält die Dürre an, werden die Wasserreserven zu knapp, um diese auszugleichen. Sowohl kommunale als auch staatliche Stellen haben versucht den Wasserverbrauch mit Vorschriften einzudämmen. So darf teilweise kein Wasser mehr verwendet werden um Rasenflächen zu wässern, Autos zu waschen oder Straßen zu reinigen. Wer sich nicht daran hält muss mit einigen hundert Dollar Strafe rechnen, wie gerade auch David Hasselhoff, Kylie Jenner und Hip Hop Superstar Dr Dre erfahren mussten. 

Auch die Landwirtschaft leidet sehr unter diesen Bedingungen, gleichzeitig ist sie aber auch für einen Großteil des Wasserverbrauchs verantwortlich. Vor allem die Viehzucht benötigt Unmengen an Wasser. Studien haben gezeigt, dass die Produktion eines 450 Gramm Rindersteaks fast 7.000 Liter Wasser braucht. Somit sollte sich wohl jeder Fragen, ob er wirklich ein Steak auf den Grill legen will. Wer nicht auf Fleisch verzichten kann, sollte sich überlegen, was er persönlich tun kann um den Wasserverbrauch der Fleischproduktion zu kompensieren. Die Initiative „Skip Showers for Beef“ hat eine interessante Antwort darauf gefunden, wie in diesem Video zu sehen ist.

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Bild: National Oceanic and Atmospheric Administration, Wikimedia

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