Verschiedene Förderungen und Prämien sollen den Verkauf von E-Autos und E-Mopeds ankurbeln.

Bei diversen Befragungen, warum kein Elektrofahrzeug angeschafft wird, wird oft der Preisunterschied zu Autos mit Verbrennungsmotor genannt. In vielen Ländern gibt es deshalb derzeit verschiedenste Förderprogramme, um die Verkaufszahlen von Elektro- und auch Hybridfahrzeugen zu steigern. Sowohl die Zahl der E-Autos und E-Mopeds wird vielerorts gefördert, doch diese Maßnahmen scheinen eher zögerlich Erfolg zu zeigen.

Die deutsche Stadt Tübingen fördert den Umstieg vom Moped mit Zweitaktmotor aufs E-Moped. Wer sein altes Moped verschrottet, kann einen städtischen Zuschuss von bis zu 500 Euro für den Kauf eines Elektro-Mopeds oder eines Pedelec bekommen. Dieser Maßnahme ist Teil der Klimaschutzkampagne „Tübingen macht blau“. Ziel ist es, bis 2022 die CO2-Emissionen pro Kopf um 25 Prozent gegenüber dem Wert von 2014 zu reduzieren.

In Österreich sind es bisher eher wenige die ein E-Moped angeschafft haben, was vermutlich mit den höheren Anschaffungskosten zusammenhängt. Ob und wie viel Förderung man bei der Anschaffung eines E-Mopeds bekommen kann, ist es von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Laut VCÖ lohnt es sich aber allemal die rund 500 Euro, die das E-Moped durchschnittlich teurer ist, zu investieren. Diese sind nämlich nicht nur umweltfreundlicher, sondern im Betrieb auch günstiger als herkömmliche Mopeds.

Die Zahl der in Österreich zugelassenen Elektroautos ist mit rund 6100 ebenfalls noch recht gering, auch wenn sie laut Umweltministerium heuer bereits um 1000 Stück gestiegen ist. Dabei handelt es sich um Fahrzeuge die von Betrieben angeschafft wurden, denn in diesem Bereich hat das Ministerium 14 Millionen an Förderungen zu vergeben. In Deutschland wurde vor wenigen Monaten eine Kaufprämie für E-Autos eingeführt, die sowohl von Betrieben als auch Privatpersonen in Anspruch genommen werden kann. Für reine E-Autos kann man bis zu 4000 Euro, für Hybridfahrzeuge bis zu 3000 Euro bekommen. Die Kosten dafür Teilen sich Staat und der jeweilige Autohersteller zu gleichen Teilen. Eine ähnliche Prämie könnte es in Zukunft auch in Österreich geben, allerdings nicht mehr dieses Jahr, denn das Budget ist bereits verplant.

Da der Preis oft einer der Hauptgründe ist, warum man nicht aufs E-Auto umsteigt, könnte das deutsche Startup Sono Motors für viele ein Lichtblick sein. Die drei Unternehmensgründer haben in den letzten Jahren ein E-Auto in ihrer Garage entwickelt und gebaut, das auch direkt mit Solarenergie geladen werden kann. Der Kleinwagen hat insgesamt 7,5 Quadratmeter Solarzellen auf Dach und Karosserie. Den Wagen soll es in zwei verschiedenen Ausführungen geben, einmal mit einer Reichweite von 250 Kilometern um 16 000 Euro und für den Innerstädtischen Gebrauch mit 120 Kilometern Reichweite um 12 000 Euro. Zur Zeit versucht man mittels Crowdfunding Geld für die Serienproduktion zu sammeln, wer jetzt investiert, kann den Wagen schon bald Probefahren.

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Bild: Sono Motors

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