Ein Aston Martin aus den 60er-Jahren ist für viele Oldtimer-Fans DAS Auto schlechthin. Als elektrifizierter Oldtimer wird er zu einem sauberen Klassiker. Fotocredit: © Thibaut Nagorny/Unsplash
Ein Aston Martin aus den 60er-Jahren ist für viele Oldtimer-Fans DAS Auto schlechthin. Als elektrifizierter Oldtimer wird er zu einem sauberen Klassiker. Fotocredit: © Thibaut Nagorny/Unsplash
Das Ende der Verbrennungsmotoren muss nicht das Ende von Oldtimern sein. Das Unternehmen Lunaz legt sein Hauptaugenmerk derzeit auf den DB6 von Aston Martin als elektrifizierter Oldtimer.

Sie sind hübsch anzusehen, versprühen einen besonderen Charme und haben für Sammler oft einen unschätzbaren ideellen Wert. Sie versprühen aber nicht nur Charme, sondern in den meisten Fällen leider auch ziemlich viele Abgase. Über kurz oder lang könnte der klassische Oldtimer also ein Problem bekommen. Die Frage ist, was bei einem drohenden Verbot von Verbrennungsmotoren oder bei deutlich strengeren Vorschriften beim Fahren von Benzinern oder dieselbetriebenen Autos mit eben jenen wertvollen Klassikern geschieht. Diese Frage hat das in Silverstone in Großbritannien ansässige Unternehmen Lunaz auf besondere Weise geklärt. Denn Lunaz restauriert britische Oldtimer nicht nur, sondern elektrifiziert sie auch mit einem maßgeschneiderten Elektroantrieb.

Elektrifizierter Oldtimer: Restauration und Umbau haben ihren Preis

Derzeit richtet das Unternehmen seinen Fokus auf den DB6 von Aston Martin. Dabei setzt es weniger auf die besonders traditionsbewussten Kunden, die vermutlich wenig von einem elektrischen Aston Martin DB6 halten, sondern richtet die Aufmerksamkeit auf Liebhaber des Wagens, die zwar die klassische 1960er-Jahre-Optik wünschen, aber dabei die Gewissheit haben wollen, dass ihr Auto umweltschonend ist und sauber fährt. Das alleine ist allerdings nicht die Zielgruppe: Das Klientel muss auch zahlungskräftig sein. Es wird geschätzt, dass sich der Preis für einen elektrischen DB6 auf umgerechnet knapp 900.000 Euro belaufen wird. Diese stolze Summe ist dem aufwändigen Prozedere geschuldet, das aus einem alten Klassiker ein modernes Elektroauto in klassischer Hülle macht. 

Motor und Getriebe raus, eigens entwickelter Elektromotor rein

Dafür wird das Auto nach Angaben des Herstellers erst einmal gewogen, wenn es in die Werkstatt kommt. Die Gramm genaue Kenntnis des Gewichts ist wichtig, um Fahrgestell, Antriebsstrang und Aufhängungen festzulegen, nachdem der Motor umgebaut wurde. Anschließend erfolgt ein 3D Scan, bevor das Auto nach Wünschen des Kunden hinsichtlich des Interieurs und der äußeren Erscheinung restauriert wird. Motor und Getriebe werden schließen vollständig reversibel ausgebaut und von Lunaz eingelagert. Kunden können den Motor aber freilich auch mit nach Hause nehmen und beispielsweise in einen Couchtisch verwandeln. An seine Stelle tritt ein eigens vom Unternehmen entwickelter Elektromotor. Sowohl Motor als auch Batteriezellen und Wechselrichter stammen nach Angaben des Herstellers von qualitativen europäischen Automobilzulieferern. Technische Daten gibt es derzeit noch wenige zum elektrischen DB6. 

Quelle: wired.co.uk / Fotocredit: © Thibaut Nagorny/Unsplash


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