Welches sind die ”guten Länder” dieser Erde und was macht sie dazu?

Was macht deiner Meinung nach, ein Land zu einem guten Land? Wahrscheinlich denken jetzt die meisten an hohe Lebensqualität, Wohlstand und Sicherheit der Bevölkerung. Das ist natürlich auch ganz selbstverständlich, dass man an diese Dinge zuerst denkt, denn das sind für den Einzelnen einfach Grundvoraussetzungen für ein „gutes Leben“. Der Good Country Index, den wir euch hier vorstellen wollen, verwendet aber ganz andere Kategorien, um zu bestimmen, welche Länder gut sind. Was ein Land zu einem guten Land macht, ist wie viel es zum Wohle der gesamten Menschheit und des Planten beiträgt.

In insgesamt sieben Kategorien werden Daten analysiert, diese Daten kommen hauptsächlich von den Vereinten Nationen. Pro Kategorie werden 5 Indikatoren herangezogen. Insgesamt wird also auf Basis von 35 unterschiedlichen Indikatoren errechnet, was ein Land zum Allgemeinwohl der Weltbevölkerung und des Planten beiträgt. Die Sieben Kategorie sind: Wissenschaft und Technologie; Kultur; Frieden und Sicherheit; Weltordnung; Planet und Klima; Wohlstand und Gleichheit sowie Gesundheit und Wohlbefinden. Um die Daten unterschiedlicher Länder vergleichbar zu machen, werden sie oft relativ zum Bruttoinlandsprodukt gewichtet.

In der Kategorie Weltordnung zum Beispiel werden folgende Indikatoren untersucht: Anteil der Bevölkerung, die Spenden für wohltätige Zwecke gibt; Anzahl der aufgenommenen Flüchtlinge relativ zum BIP; Anzahl der ins Ausland geflohenen Personen relativ zum BIP (negativer Indikator); Bevölkerungswachstumsrate (negativer Indikator) und Anzahl der unterzeichneten internationalen Abkommen. In dieser Kategorie belegt Österreich den ersten Platz. Und auch in den Kategorien Wissenschaft und Technologie sowie Kultur platziert sich Österreich unter den ersten 10. In der Kategorie Frieden und Sicherheit hingegen gibt es großes Verbesserungspotential, denn hier reicht es nur für den 65 von 163 Plätzen. Insgesamt landet unser Land auf Platz 9. Die Stockerlplätze in der Gesamtwertung gehen an die Niederlande, gefolgt von der Schweiz und Dänemark.

Warum misst der Good Country Index diese Indikatoren? Auf der Website steht zu lesen, dass man eine globale Diskussion darüber anfachen will, wie einzelne Länder ihre Verantwortung gegenüber den eigenen Bürgern mit ihrer Verantwortung für die gesamte Welt in Einklang bringen können. Dies, so liest man weiter, sei essentiell für die Zukunft der Menschheit und des Planeten. Wer dem zustimmt, kann übrigens auch Staatsbürger von „Good Country“ werden, einem Land, das nicht von geografischen Grenzen, sondern durch Werte definiert wird. Hier kann man sich über dieses virtuelle Land informieren und seine Staatsbürgerschaft beantragen.

Bild: Good Country Index


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