Zwei Jahre Planungszeit hat es benötigt, um die Seele von Roncalli in Holografien einzufangen. – Foto: © circustheaterroncalli
Zwei Jahre Planungszeit hat es benötigt, um die Seele von Roncalli in Holografien einzufangen. – Foto: © circustheaterroncalli
Tiere im Zirkus? Bitte nicht. Oder doch? „Doch“ finden wir, wenn sie nicht aus Fleisch und Blut sind, sondern sich wie beim Circus Roncalli als faszinierend poetische Lichtgestalten durch die Manege bewegen.

In Österreich herrscht glücklicherweise ein sehr strenges Gesetz zum Schutz von Zirkustieren: Bereits seit dem Jahr 2005 sind Wildtiere im Zirkus sowie schädigende, ängstigende oder schmerzhafte Dressurmittel bei uns per Gesetz verboten. Und das ist gut so, denn das Auf- und Abladen, teils enorm lange Transportwege, enge Gehege oder Käfige können mit einer artgerechten Haltung im Zirkuswesen kaum einhergehen. Trotzdem ist es auch in manchen Ländern Europas noch immer teilweise erlaubt, mit bestimmten Wildtieren im Zirkus aufzutreten.

Wie es aussieht, wenn Tiere in der Manage und Tierschutz einander nicht ausschließen. Foto: © circustheaterroncalli
Wie es aussieht, wenn sich Tiere in der Manage und Tierschutz nicht ausschließen. Foto: © circustheaterroncalli

Circus Roncalli seit 20 Jahren ohne Wildtiere

Der Circus Roncalli setzt dagegen ein – wie wir finden – bildhübsches Zeichen in Form von Hologrammen. Bereits vor 20 Jahren hat der Zirkus, der übrigens von dem österreichischen Zirkusdirektor und Clown Bernhard Paul sowie dem heimischen Künstler André Heller im Jahr 1975 in Wien gegründet wurde, die letzten Auftritte mit Wildtieren aus dem Programm gestrichen. Danach setzte man auf Pferde und Ponys – zumindest bis vergangenes Jahr. Dann strich man im Circus Roncallli aus Tierschutzgründen auch diese Nummern aus dem Programm. Doch dank neuester Technik müssen Besucher des Zirkus, der heute in Köln seinen Geschäftssitz sowie sein Winterquartier hat, trotzdem nicht auf beeindruckende Tiere verzichten.

Mit 3D Hologrammen setzt Roncalli auf Tiere aus Licht

Allerdings sind diese eben nicht aus Fleisch und Blut, sondern aus Licht. Als erster Zirkus weltweit setzt der Circus Roncallli auf 3D Hologramme. Mit elf Laserbeamern und einem Konzept, an dem 15 Designer und Softwareentwickler über zwei Jahre gearbeitet haben, zeigt der Zirkus eine beeindruckende Lichtshow, die Elefanten, Pferde und Fische in der Manage lebendig werden lässt. Der Zirkus, der vor allem für die in Erinnerung bleibenden akrobatischen Nummern und für die Poesie in seinem Programm bekannt ist, setzt damit einmal mehr auf Fantasie und Faszination und zeigt, was moderner Zirkus so kann – ganz ohne jedes Tierleid. 

So geht moderner Zirkus heute. Foto: © circustheaterroncalli
So geht moderner Zirkus heute. Foto: © circustheaterroncalli

Quellen: tierschutzverein.at, bbc.co.uk / Foto: © circustheaterroncalli


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