Die EU-Lebensmittelbehörde bestätigt nun, dass Insektizide nachweislich auf die Bienenvölker wirkt. Bienen nehmen das Gift durch an der Pflanzenoberfläche abgegebene Flüssigkeit auf, werden dadurch geschwächt und überleben so den Winter nicht. Der Druck auf die Chemiekonzerne Bayer und Syngenta wächst.

Erst kürzlich wurde von der Europäischen Lebensmittelbehörde EFSA die negative Wirkung von mindestens drei Insektiziden auf die Bienenvölker bestätigt.

Weltweites Bienensterben geht weiter

Jedes Jahr die gleiche Meldung im Frühjahr. Weltweit überleben Millionen von Bienenvölkern den Winter nicht. In Österreich hat den letzten Winter ein Viertel, in Deutschland ein Drittel aller Bienen nicht überstanden. Immer wieder standen Pflanzenschutzmitteln im Verdacht, am Bienensterben mitschuldig zu sein – freilich heftig dementiert von den Insiktizid-Herstellern.

Die ersten Ergebnisse der Studie konnten jedoch Beweise für die Bienen-Schädlichkeit bei den Insektiziden  ClothianidinImidacloprid und Thiamethoxam liefern und ziehen somit Chemiekonzerne wie Bayer und Syngenta in die Verantwortung. Die endgültigen Daten der Studie werden bald erwartet und der Druck auf die Giftmischer steigt.

Gefahr durch konventionelle Landwirtschaft

Nun ist es amtlich, dass zwischen dem immer öfter eingesetzten Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft und dem Bienensterben ein Zusammenhang besteht. Die mit Insektiziden behandelten Pflanzen geben an ihrer Oberfläche Flüssigkeiten ab, welche dort durch die Bienen aufgenommen werden. Das Gift schwächt die Bienen und lässt sie über den Winter im Bienenstock verenden.

Thiamethoxam im Grundwasser

Thiamethoxam wurde übrigens auch beim Grundwasserskandal in Korneuburg gefunden, welcher durch das dort ansässige und Insektizide produzierende Unternehmen KWIZDA verursacht wurde. Seit Monaten wird – offiziell angeordnet! – das verseuchte Wasser in die Donau geleitet!

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Bildrechte: Vorschaubild und Artikelbild Biene auf Blume © Angelika Koch-Schmid, pixelio.de

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