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Obamas Einsatz für den Klimaschutz ist ein Kampf gegen die Kohlelobby.

US-Präsident Barak Obama will die CO2-Emissionen bis zum Jahr 2030 deutlich senken, dabei trifft er aber auf großen Widerstand. Die Republikaner, und mit ihnen sympathisierende Medien, sprechen von Obamas „Krieg gegen die Kohle“, denn den rund 600 Kohlekraftwerken des Landes werden neue strenge Regeln auferlegt. Obama selbst sieht sein Vorgehen als weiteren logischen Schritt, um dem Klimawandel entgegen zu wirken und allen eine bessere Zukunft zu sichern.

Die Forderungen in Obamas Clean Power Plan beinhalten eine deutliche Senkung der CO2 Emissionen. Verglichen mit dem Jahr 2005 soll diese bis zum Jahr 2020 um 25 Prozent und bis 2030 um 32 Prozent reduziert werden. Die Environmental Protection Agency (EPA), die US-Umweltschutzbehörde, schreibt dazu jedem Bundesstaat eigene Emissionsobergrenzen vor, die sie bis 2030 zu erreichen haben. Wie die Staaten das erreichen, bleibt ihnen dabei selbst überlassen. Bundesstaaten wie Kentucky, wo beinahe 90 Prozent der Energie aus Kohle gedeckt werden, wehren sich natürlich mit allen Mitteln gegen diese neuen Bestimmungen und auch gegen die EPA-Forderung den Anteil an erneuerbarer Energie bis 2030 auf 28 Prozent zu erhöhen.

 

Ein ausgeprägtes Desinteresse der amerikanischen Bevölkerung an Umweltschutzthemen könnte Obamas Gegnern in die Hände spielen. Bei einer landesweiten Befragung des PEW Centers über Themen, die von den US-Amerikanern als Bedrohungen empfunden werden, landete das Thema Klimaerwärmung auf dem vorletzten Platz von 20 gereihten Themen. Die Spitzenthemen sind Arbeitsplätze, Wirtschaft und Terrorismus – Umweltthemen verblassen dagegen. Diese Stimmungslage machen sich Obamas Gegner natürlich zu nutzen und sprechen davon, dass seine Pläne Arbeitsplätze zerstören werden und hauptsächlich Familien, die jetzt schon wirtschaftliche Schwierigkeiten haben, die Rechnung dafür zahlen werden müssen.

Doch während Obamas Gegner zum Boykott aufrufen und Klagen gegen die neuen Bestimmungen ankündigen, erntet er von anderen Seiten viel Lob für seine mutigen Pläne. So sprach etwa Frankreichs Präsident Hollande von einem „bedeutenden Beitrag zum Erfolg der Pariser Klimakonferenz“, Umweltschutzorganisationen und Experten, innerhalb und außerhalb der USA. sprachen von einem richtigen und konsequenten Schritt. Laut dem Sierra Club, die größte Umweltschutzorganisation in den USA, würde der Schritt auch von einem großen Teil der Bevölkerung mitgetragen. Die NGO zitierte aus einer Umfrage, die ergab, dass sich 70 Prozent der US-Amerikaner weniger Luftverschmutzung wünschen.

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Bild: Jessie Eastland, Wikimedia

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