Ein Schweizer Startup kooperiert mit Coca Cola HBC und versetzt Getränke mit Kohlensäure die aus der Atmosphäre gefiltert wurde.

Carbon Capture ist ein Thema, über das wir schon öfter berichtet haben. Wir haben verschiedene Ansätze vorgestellt, um CO2 aus der Atmosphäre zu filtern und dieses auch so festzuhalten, dass es nicht wieder zurück in die Luft gelangt. Ein interessanter Ansatz, den wir vorgestellt haben, war, dass man das Kohlendioxid zu einer Art Diamant presst. Das eingefangene CO2 kann aber auch verwendet werde, um Getränke mit Kohlensäure zu versetzen.

Zurzeit kommt der Großteil der Kohlensäure, die verschiedenen Lebensmitteln zugesetzt wird aus anderen Industriezweigen, wo sie als Nebenprodukt anfällt. Doch hier kommt es manchmal zu Engpässen, einen besonders gravierenden Engpass erlebte die Lebensmittelindustrie diesen Sommer. Doch nun gibt es eine alternative, nachhaltigere Methode, wie Produzenten genügend CO2 für diverse Getränke bekommen können.

Das Schweizer Startup Climeworks fängt Kohlendioxid aus der Atmosphäre ein, in dem es riesige Ventilations- und Filtersysteme in Industrieanlagen aufbaut. Diese Systeme sind dank der sogenannte Direct Air Capture Technologie dazu in der Lage CO2 aus der Luft zu filtern. Das gefilterte Gas kann später unterschiedlich eingesetzt werden, zum Beispiel in der Produktion von Treibstoffen. Es kann aber auch verwendet werden, um Getränke damit zu versetzen.

Coca Cola HBC kooperiert bereits mit Climeworks und versetzt das Mineralwasser der Marke Valser mit dem eingefangenen, gereinigten CO2. Der Ansatz recyceltes CO2 zu verwenden, um Mineralwasser spritzig zu machen, ist eigentlich eine gute Idee, allerdings trägt er nicht wirklich viel dazu bei den CO2-Gehalt in der Atmosphäre zu verringern. Öffnet man die Mineralwasserflasche, tritt der Großteil des Kohlendioxids aus und gelangt wieder in die Atmosphäre.


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Bild: Pexels

 

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