Wir haben nur einen Planeten. Die Klimakrise schreitet voran und wir müssen dringend global handeln. Fotocredit: © Markus Spiske/Unsplash
Wir haben nur einen Planeten. Die Klimakrise schreitet voran und wir müssen dringend global handeln. Fotocredit: © Markus Spiske/Unsplash
Der Weltklimarat hat einen Zwischenbericht veröffentlicht, wonach sich der Einfluss des Menschen auf die Klimakrise als deutlich zeigt. Einige Auswirkungen der Erderwärmung seien demnach bereits jetzt unumkehrbar.

1988 wurde der Weltklimarat (IPCC) von der Umweltorganisation der UNO gemeinsam mit der WMO – der Weltorganisation für Meteorologie – ins Leben gerufen. Heute sind an dem Rat, der die Weltpolitik unabhängig und wissenschaftlich über die Klimaproblematik informieren soll, 195 Staaten beteiligt. Kürzlich wurde ein aktueller Zwischenbericht veröffentlicht, an dem über 200 Expertinnen und Experten auf der ganzen Welt mitgearbeitet haben und den orf.at bereits ausführlich zusammengefasst hat. Und diese Bilanz der neutralen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verheißt nichts Gutes. So sei die aktuelle Klimakrise zum mit Abstand größten Teil menschengemacht. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts hat sich die Erde nachweislich um 1,1 Grad erwärmt. 

Klimakrise sorgt für immer extremere Wetterphänomene

Und diese Erderwärmung hat Folgen nach sich gezogen, die aus Sicht des Weltklimarates bereits jetzt nicht mehr umzukehren sind. Dazu gehören die Gletscherschmelze sowie der Umstand, dass der Meeresspiegel bis zum Jahr 2100 um bis zu einem Meter steigen würde. Und zwar auch dann, wenn wir die Emissionen von Treibhausgasen enorm reduzieren würden. Während in vergangenen Berichten des IPCC noch die Rede davon war, dass nur die weltweite Erderwärmung eindeutig belegbar sei, zeigen aktuelle Daten des Rates darüber hinaus, dass auch die Rolle des Menschen auf ebenjene Erwärmung unbestritten sei. Und dieser menschengemachte Impact auf den Klimawandel hat bereits jetzt weitreichende Folgen. Das spüren wir an den immer extremer werdenden Wetterphänomenen, wie Hitzeperioden oder starken Stürmen. 

Höchste Zeit zu handeln

Der IPCC prognostiziert, dass diese Extreme auch weiter zunehmen werden. Hitzewellen würde es demnach in entsprechende Ausprägung nicht mehr nur etwa zweimal pro Jahrhundert sondern alle zehn Jahre geben und auch Waldbrände, Dürreperioden, Regenfälle, Tropenstürme sowie Schneefälle und Trockenperioden würden zunehmen. Selbst dann, wenn sich die im Laufe der nächsten zehn Jahren berechnete Erderwärmung auf 1,5 Grad im Vergleich zum Zeitalter vor der Industrialisierung begrenzen lasse würde. Auch hierzulande zeigt der Klimawandel seine Auswirkungen bereits deutlich: Alleine hierzulande hat sich nach Daten der ZAMG die durchschnittliche Temperatur im Vergleich zur vorindustriellen Zeit um ca. zwei Grad erhöht! Der Bericht ist ein deutlicher Weckruf der zeigt: Wir müssen handeln! Es braucht nachhaltige, globale und vor allem rasche Lösungen.

Quelle: orf.at / Fotocredit: © Markus Spiske/Unsplash 


Mehr über Energiepolitik

Die Kategorie Energiepolitik umfasst internationale Entwicklungen und Verbesserungen, um erneuerbare Energien zu fördern, Strom zu sparen und die Umwelt zu schützen. Mit folgenden Links gelangst du der Reihe nach zu mehr Artikel in diesem Themenbereich für Einsteiger bis zu Profis.