Nun ist Weihnachten wieder vorbei und bald beginnt ein neues Jahr – und mit ihm die Neujahrsvorsätze!

Wie wäre es heuer nicht mit Abnehmen oder mehr Sport treiben, sondern schlicht und einfach sich nachhaltiger zu ernähren, um sowohl dem Körper als auch der Welt etwas Gutes zu tun?

„Nachhaltige Ernährung bedeutet, sich so zu ernähren, dass die gesamten gesundheitlichen, ökologischen, ökonomischen und sozialen Auswirkungen unseres Ernährungsstils möglichst positiv sind.“* Es geht also darum, die Erde dauerhaft so zu bewirtschaften, dass die Lebenssituation der heutigen Generation verbessert wird ohne jene der künftigen Generationen zu gefährden. Heute gibt es Erdbeeren im Winter, Spargel im Herbst, Kiwis aus Neuseeland bei uns und in Neuseeland welche aus Italien – da sagt uns schon der gesunde Menschenverstand, dass das nicht nachhaltig sein kann!

Natürlich bedarf es einigen großen Änderungen im System, um wirklich etwas zu ändern, aber wenn jeder bei sich anfängt ist das schon ein erster Schritt in die richtige Richtung. Wenn das möglichst viele Konsumenten tun, ist auch das „System“ gezwungen sich den Bedürfnissen der Konsumenten anzupassen. Gemeinsam können wir also etwas ändern! Hier ein paar Ideen, wie man sich und seine Familie nachhaltiger ernähren kann:

  • Zusammenhänge erkennen
    Was macht es schon aus, wenn ich Kiwis aus Neuseeland statt Äpfeln aus Österreich kaufe? Obst ist Obst, und Kiwis wachsen nun mal bei uns nicht so gut. Könnte man denken… oder man erkundigt sich und erfährt: Kiwis kommen eigentlich aus China, auch in Neuseeland wird ein Großteil davon importiert (vor allem aus Italien). Wieso essen wir dann keine Kiwis aus Italien? Oder gar aus Österreich, die wachsen nämlich auch bei uns? Weil sie uns nicht angeboten werden, so einfach ist das. Eigentlich grotesk, hängt aber mit der Globalisierung zusammen. Nachhaltiger ist es, auf saisonales Obst aus der Region auszuweichen (oder die Kiwis selbst anzubauen ;-)).
  • Saisonal, regional
    Wie schon erwähnt: saisonal und regional zu essen sind für die Umwelt am besten! Man spart so lange Transportwege und somit CO2, unterstützt die regionale Landwirtschaft und für den Körper ist die saisonale Ernährung am natürlichsten. Außerdem schmeckt regionales Obst und Gemüse deutlich besser, da es wegen kurzer Transportwege voll ausreifen kann.
  • Gering verarbeitete Lebensmittel bevorzugen
    Stark verarbeitete Lebensmittel sind ungesund, und belasten in ihrer Herstellung die Umwelt. Besser ist es frische, unverarbeitete Lebensmittel selbst zuzubereiten. Das gibt wieder mehr Bezug zur Nahrung, schont die Umwelt und tut dem Körper gut.
  • Energieeffizient kochen
    Die richtige Größe des Topfes auf der Herdplatte, das Wasser mit Deckel aufzukochen… solche Kleinigkeiten sparen Energie (und Geld!) und schonen damit die Umwelt. Auch bei der Lagerung kann man auf Energieeffizienz achten. Beim Kauf neuer Kühlschränke darauf schauen, in Betrieb die Tür nicht ununterbrochen auf und wieder zu machen etc. (Schon beim Einkauf kann man auf die Umwelt achten und das Fahrrad statt dem Auto nehmen)
  • Fleisch als Ausnahme
    Der Fleischkonsum macht einen großen Anteil unseres ökologischen Fußabdruckes aus. Für die Fleischproduktion sind enorme Flächen für den Futtermittelanbau nötig, welche sonst für den Nahrungsmittelanbau für Menschen genutzt werden könnte. Fleisch auf 1-2x wöchentlich zu reduzieren führt zu bewussterem Fleischgenuss und leistet einen aktiven Beitrag zur nachhaltigen Ernährung.
  • Ökologisch erzeugte Produkte
    Die ökologische Landwirtschaft verursacht im Vergleich zur konventionellen weniger Treibhausgase und andere Schadstoffe. Das liegt vor allem am Verzicht auf synthetische Düngemittel und Pestizide, welche für bessere Grundwasser- und Bodenqualität sorgen. Wo es geht sollte man also darauf achten ökologisch erzeugte Produkte zu kaufen (bei manchen Produkten ist dies wichtige, siehe hier, bei manchen macht es weniger Unterschied, siehe hier)
  • Weniger wegwerfen
    Fast 50 Millionen Tonnen Lebensmittel werden in der EU jährlich weggeworfen – obwohl diese zu einem großen Teil noch genießbar sind! Das liegt oft am knapp berechneten Mindesthaltbarkeitsdatum, oft auch am Verbraucherverhalten – lieber weniger kaufen, alles gut lagern und somit weniger wegwerfen. Das schont die Umwelt und auch den Geldbeutel. (Tipps um Lebensmittelmüll zu vermeiden gibt es auch hier)

Damit wünsche ich euch einen guten Rutsch ins neue Jahr, starten wir gemeinsam in eine nachhaltige Zukunft!

Quellen:
*http://www.stmelf.bayern.de/nachhaltige-ernaehrung/
http://eatsmarter.de/ernaehrung/news/nachhaltige-ernaehrung
http://www.umweltbildung.at/cgi-bin/cms/praxisdb/suche.pl?aktion=thema&typ=Themen&themenid=40

Bilder/Fotograf: Ulrike Göbl

ulli goeblUlrike Göbl, MA

Die nebenberufliche Fitness- und Ernährungstrainerin beschäftigt sich schon seit ihrer Jugend mit gesunder Ernährung und alternativen Lebensweisen. 2010 begann die begeisterte Hobbyköchin ihren Foodblog „Fit & Glücklich“. Dort vereint sie ihre Liebe zu gutem Essen und Sport mit dem Versuch, die Balance im Leben zu finden. Seit 2012 vernetzt sie mit einer Kollegin auch noch die Österreichischen Foodblogger auf einer eigenen Plattform und hat 2015 auch ein Kochbuch  zum Thema „Clean Eating“ geschrieben.

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