Es ist ein geflügeltes Wort, dass Menschen, die nicht rechnen können, halt in Religion bessere Noten hatten. Ökonomen sollten aber rechnen können, denn sie bestimmen oft die Politik eines Landes,…

Es ist ein geflügeltes Wort, dass Menschen, die nicht rechnen können, halt in Religion bessere Noten hatten. Ökonomen sollten aber rechnen können, denn sie bestimmen oft die Politik eines Landes, ja letztlich des Planeten. Geld regiert – noch immer und immer mehr – die Welt und die Ökonomen bestimmen, wohin es fließt. Volkswirtschaftler, die offenbar mehr Faktoren in ihre Berechnungen einbeziehen, sprechen von „Milchmädchenrechnung“, wenn sie Programme, Ziele oder Prognosen von Politikern und damit die diese „beratenden“ Fachleute beurteilen. Alles, was uns da erzählt wird, ist ein gigantischer Betrug, der den Bürgern unermessliche Dummheit unterstellt. Dieses System baut auf einen unerschütterlichen Glauben und „glauben“ heißt nun einmal: „nicht wissen“.

Die Kosten kapitalistischer Wirtschaft sind nie bezahlbar

Das industrielle Wirtschaftssystem beruht allein darauf, dass alle Kosten, die „vermeidbar“ sind, nicht in die Berechnungen von Umsatz und Rendite einbezogen werden. Dazu gehören die Kosten der Rohstoffe – diese werden nach Möglichkeit „geraubt“ – und die der Arbeit, die nach Möglichkeit nicht bezahlt wird. Ebenso völlig ausgeklammert sind alle Folgekosten, die durch die Herstellung, den Vertrieb und den Gebrauch der „Erzeugnisse“ entstehen. Allein durch den Einsatz von Chemie in der Landwirtschaft entstehen nur in Europa jährliche Folgekosten von über 150 Milliarden Euro. Diese werden von den Bürgern getragen und nicht in die Preise – oder eben Herstellungskosten – der Produkte eingerechnet. Gleiches gilt für die gesamte Energiewirtschaft, Fahrzeugbau, ja sogar die Herstellung von Kleidung und Gebrauchsgegenständen, besonders, wenn diese aus Papier oder Plastik sind. Die Liste ist endlos.
Die Vorstufe des unvermeidlichen Zusammenbruchs des gesamten Wirtschaftssystems ist der Bürgerkrieg, so wie er seit Jahrzehnten in den USA herrscht. Wenn täglich über 80 Menschen auf offener Straße erschossen werden, muss man wohl von einem veritablen Bürgerkrieg sprechen. Die Kosten auch dieses Zusammenbruchs jeder sozialen Bindung und Verantwortung tragen ebenfalls – die Bürger.
Die letzte Phase dieses Handelns ist dann der heiße Krieg mit Zerstörung aller Infrastruktur und kultureller Schöpfungen, so wie es bereits im Nahen Osten und sich immer weiter ausbreitend in Nordafrika passiert. Hier entlädt sich der aufgestaute Hass, die blinde Wut, also gestaute Energie auf den so skrupellosen Raubzug und Verrat an den Menschen – und der Mitwelt. Es gab niemals so viele Flüchtlinge und so viel Zerstörung, wie gerade jetzt, im 21. Jahrhundert.

Warum wird das Wissen – durch Glauben verdrängt?

Der gesamte deutsche Sozialhaushalt umfasst fast die Hälfte aller Ausgaben, also über 500 Milliarden Euro, der Gesundheitssektor verschlingt davon 300 Milliarden Euro. Genauso viel geben die Deutschen im Übrigen für den PKW-Verkehr aus. Allein das Gesundheitssystem könnte, sogar mit einer Steigerung der Qualität mit einem Zehntel der Kosten auskommen. Völlig unsinnig sind ebenso die immensen Ausgaben im Sozialsystem für Sozialhilfe und Arbeitslosenhilfe, dies sind jährlich rund 100 Milliarden Euro. Jede Privatisierung irgendeiner staatlichen, also gemeinschaftlichen Aufgabe, verteuert diese, beziehungsweise deren Leistungen – natürlich um die von dem „Investor“ erwartete Rendite, sowie die zusätzlichen Zinsen. Dass hierbei auch die Qualität sinkt, ist schon ein Selbstgänger.
Etwa 40 Prozent der Kosten jeder Leistung oder eines Produktes werden völlig unnötig für Zins und Zinseszins beglichen, Kosten also, die eine funktionierende Gemeinschaft vollständig vermeiden kann. Wir werfen also „unser“ Geld zum Fenster hinaus, im Glauben, dies sei alternativlos. Dabei weiß jeder Bürger, der auch nur ein Minidarlehen aufnehmen muss, oder etwas produziert bzw. eine Leistung erbringt, wie dieses System „läuft“.
Die Entwicklungs-, Herstellungs- und Folgekosten der Atomenergie übersteigen jegliches Vorstellungsvermögen und trotz all dem vertrauen Bürger noch ihren Vertretern in den Parlamenten. In der Psychologie nennt man dieses, ein Ausblenden der Realität, ein Verdrängen, so wie es die Menschen überstanden haben müssen, die zu Beginn der Kolonialisierung über Afrika und Amerika herfielen und diejenigen, die das „Dritte Reich“ miterlebten, ja trugen. Ein völliges Ausschalten der Vernunft ist auch ein Überlebensmechanismus.

Schon die Maya gingen an ihrer „Opferbereitschaft“ zugrunde

Um den für alle Bürger sichtbaren Untergang ihrer „Kultur“ aufzuhalten, opferten damals die Maya ihre Kinder, zahlten Menschen im Mittelalter „Ablasstaler“ an die Kirche und werfen nun die Menschen superreichen Oligarchen ihre letzte Energie, ja ihre Gesundheit in den Schoß. Diese Kulturen zerbrachen am Ende, meist in Bürgerkriegen.
Der Fehler all dieser Gesellschaften, die wir heute „Kultur“ oder „Zivilisation“ nennen, war ausschließlich, dass sie die Gemeinschaft mit der Mitwelt und schließlich untereinander aufgekündigt haben und eine Parallelwelt errichteten, die natürlich nicht die Mitwelt und die Menschen unendlich ausbeuten konnte. Sie haben Systeme etabliert, die nun einmal nicht nachhaltig waren, bezogen auf unsere Gegenwart, nicht nachhaltig sind.
Nachhaltigkeit kostet nichts, spart im Gegenteil gewaltige Summen und hilft am Ende sogar, ganz auf etwas wie „Geld“ zu verzichten. In einem ausgeglichenen Miteinander von Menschen untereinander und mit der Mitwelt geht niemand und nichts verloren, muss alles und jedes einen Platz haben, in einer Gemeinschaft, die füreinander sorgt. Dieses wissen wir Menschen aus unserer Millionen Jahre alten Vergangenheit. „Religionen“ erinnern uns daran und wenn diese zu Machtinstrumenten missbraucht werden, versprechen sie den Menschen genau diese „Rückkehr in den Garten Eden“, unter gewissen Bedingungen, welche sie bestimmen, die aber leider nur eine neue, nicht nachhaltige Lösung sind. Nur frei von allen „Ideologien“ in einem einfachen, ganz natürlich empfundenen Miteinander ist eine nachhaltige Zukunft möglich.
http://www.sonnenseite.com/de/umwelt/chemikalien-verursachen-150-mrd.-euro-folgekosten.html
http://www.sonnenseite.com/de/energie/deutsche-haushalte-zahlten-2013-mehr-als-50-milliarden-euro-fuer-gebaeudeenergie.html
http://www.academia.edu/5176531/%C3%96konomie_und_Nachhaltigkeit
http://www.spektrum.de/news/meinung-europas-konsum-zerstoert-den-regenwald/1337703?utm_source=zon&utm_medium=teaser&utm_content=news&utm_campaign=ZON_KOOP
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/steuerzahlerbund-listet-absurde-foerderprojekte-im-haushalt-auf-a-1023965.html

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