Thailand plant riesige schwimmende Solarfarmen mit einer Gesamtkapazität von 2,7 GW zu bauen.

Schwimmende Solarfarmen haben einige Vorteile, vor allem dort, wo Land für den Bau von Solarfarmen knapp ist. Kombiniert man diese schwimmende Solaranlagen mit bereits bestehenden Wasserkraftanlagen, indem man die Paneele auf den existierenden Reservoiren errichtet, kann man auch die vorhandene Infrastruktur zur Übertragung von Energie mitnutzen. Außerdem ist diese Art der Solaranlagen in den letzten Jahren deutlich effizienter geworden und kann große Mengen Energie produzieren. Die Preise für solche Anlagen sind hingegen gefallen und sie können nun auch kostenmäßig mit anderen Arten von Anlagen konkurrieren.

Wohl zum Teil wegen dieser Vorzüge hat sich Thailand dazu entschieden, in riesige schwimmende Solaranlagen zu investieren. In den nächsten 8 Jahren, also bis 2037, will man Anlagen mit einer Gesamtkapazität von 2,7 Gigawatt installieren. Die offizielle thailändische Energiebehörde EGAT (Electricity Generating Authority of Thailand) hat angekündigt, dass 16 schwimmende Solarfarmen auf neun bestehenden Wasserkraftwerksreservoirs errichtet werden. Manche der geplanten Anlagen sind mehr als doppelt so groß wie die momentan größte schwimmende Anlage der Welt. Im Vergleich mit den momentan weltweit installierten 1,3 GW an schwimmenden Anlagen, erkennt man erst den enormen Umfang der in Thailand geplanten Projekte.

In Thailands Energiemix haben erneuerbare Energien in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Bis 2037 will man auf einen Anteil von 27 Prozent erneuerbarer Energie im Energiemix kommen. Die Bieterverfahren für die ersten schwimmenden Solaranlagen sollen schon demnächst beginnen und für internationale Bewerber offen sein. Das erste Projekt soll am Sirindhorn Damm in Nordostthailand verwirklicht werden und schon 2020 ans Netz gehen. Die Regierung hat dafür ein Budget von 2 Milliarden Baht (56,2 Millionen Euro) vorgesehen. Die Errichtung von schwimmenden Anlagen ist zwar teurer als die Errichtung an Land, doch dafür hat das Wasser die Kapazität die schwimmenden Anlagen zu kühlen, wodurch die Effizienz gesteigert wird.


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Bild: Wikimedia

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