Der „Öko-Prinz“ of Wales, Prinz Charles, macht es seit 30 Jahren, vor gut 100 Jahren machten es noch alle Landwirte: eine Landwirtschaft für die Menschen und mit der Mitwelt. Seit…

Der „Öko-Prinz“ of Wales, Prinz Charles, macht es seit 30 Jahren, vor gut 100 Jahren machten es noch alle Landwirte: eine Landwirtschaft für die Menschen und mit der Mitwelt. Seit Beginn des Einsatzes von Kunstdüngern und der industriellen Landwirtschaft, Tierzucht und Lebensmittelverarbeitung ging die Vernunft verloren. Das Argument war, dass nun immer mehr Menschen ernährt werden müssten und daher die Produktivität zu steigern sei und dass sich auch Landwirtschaft rechnen müsse. Das Problem aber war und ist, dass dies „Bullshit“ ist, denn außer den Konzernen hat niemand wirklich verdient, es wurden und werden weit mehr Lebensmittel erzeugt, als alle Menschen auf diesem Planeten jemals vertilgen könnten und die Kosten für die Landwirte und die Verbraucher sind gleichermaßen explodiert. Zusätzlich wurde und wird ein kaum zu reparierender Schaden an der Mitwelt angerichtet.

Vernunft reicht nicht, als Motor zur Veränderung

Es ist schlechterdings nun einmal unmöglich, allein aus Einsicht eine Veränderung im Verhalten eines Lebewesens zu veranlassen. Es ist erforderlich, dass das Gehirn, also das Steuerungsorgan, entsprechende Stoffe aussendet, die dann eine Handlung, eine Veränderung auslösen. Solange jedoch diese Steuerung durch andere Auslöser erfolgt, kann auch eine bewusste Erkenntnis, das Eingestehen einer gewissen Logik zwar vorhanden sein, führt aber nicht dazu, dass eine umfassende Veränderung erfolgt. Die Geschichte der Menschen ist voller fataler Irrtümer.
Der Mensch ist ein soziales Wesen, das Anerkennung und Wahrnehmung in einer Gemeinschaft braucht. Dieses „gekannt werden“ sorgt für ein harmonisches Gefühl der Geborgenheit und das Gehirn sorgt dafür, dass dieses erhalten wird, indem es besagte Botenstoffe ausschüttet, die diese Energiebalance mit dem guten Gefühl belohnen. Zusätzlich muss diese Gemeinschaft ein Energiegleichgewicht mit der Umgebung, der Mitwelt aufrechterhalten. Wird dieses gestört, reagiert das Gehirn mit der Ausschüttung von Stresshormonen, bis das Gleichgewicht wieder hergestellt ist. Einfacher gesagt: solange auch die Mitwelt in die Gemeinschaft einbezogen wird, kann die Gruppe der Menschen und jedes einzelne Mitglied ein Gleichgewicht der Energie und damit ein Gefühl von Heimat und Geborgenheit aufrechterhalten.

Landwirtschaft verändert das energetische Gleichgewicht

Die Geschichte der Landwirtschaft verläuft nicht kontinuierlich. Nach derzeitigem „Wissensstand“, also der Deutung von Relikten, archäologischen Funden, gab es bereits vor mehr als 20.000 Jahren erste Anzeichen von Ackerbau und Viehzucht. Dann wurde dies aber immer wieder zeitweise eingestellt, zugunsten des viel länger ausgeübten Verhaltens der Jagd und des Fischens. Ackerbau erfordert nun einmal das Verbleiben an einem Ort und Abhängigkeit von der Witterung und den Bodenverhältnissen. Allein das Halten von Tieren, als Mitglieder der nomadischen Gesellschaft scheint schon länger und kontinuierlicher ausgeübt worden zu sein. In Europa setzte eine wirklich dauerhafte Sesshaftigkeit und damit stabile Bebauung des Landes sehr spät ein, bis etwa 1.000 n.Chr. zogen germanische Stämme immer wieder weiter, ließen ihre Dörfer einfach zurück, die letztlich auch nie wirklich auf Dauer errichtet waren. Die Menschen nahmen also das, was ihnen ihre Mitwelt gab, ohne sich ernsthaft zu bemühen, ihr mehr als sie benötigen „abzuringen“. Sie müssen ihr harmonisches Verhältnis in der Umgebung aufrechterhalten haben und hatten möglicherweise Stress, wenn sie zu sehr und intensiv in diese eingriffen. Das lässt sich aus den vielen Geschichten ablesen, die wir heute „Mythen“ nennen, Geschichten von Göttern, Dämonen und sonstigem Unsinn. Eine völlig normale Kommunikation mit der Mitwelt können wir uns heute nur „personifiziert“ vorstellen und müssen stets eine Trennung zwischen uns und der „Natur“ voraussetzen, die es nie gab und die nun einmal heute der Kern des Problems ist. Seit aber „Ideologien“ erfunden wurden, die uns weismachen wollen, dass der Mensch, Kraft seiner Fähigkeit die Welt zu „erkennen“ diese nun auch beherrschen müsse, ist auch das Gehirn verwirrt, weil die Gemeinschaft zerstört ist. Der Mensch verändert die Prioritäten und sucht aber eigentlich das alte Gefühl der Geborgenheit in der Gemeinschaft.

Ökologie und Ökonomie sind nicht vereinbar

Fast 20.000 Jahre hatte der Mensch eine „Landwirtschaft“ kultiviert, die aus einem Geben und Nehmen mit der Mitwelt bestand. Das bezeugen enorme „Humusschichten“, „Terra Preta“ genannt, die zum einen aus Resten der Bewirtschaftung und menschlichen und tierischen Ausscheidungen bestehen und zum anderen eine perfekte Grundlage waren, um wiederum Nahrungsmittel „aus Mutter Erde“ zu erhalten. Der energetische Kreislauf wurde aufrechterhalten, Mutter Erde ernährte ihre Kinder, ob in Südamerika, Afrika, Asien oder Europa. Heute nennen wir das eine perfekte „ökologische Landwirtschaft“, wobei entscheidend ist, dass die Nahrung am Ort gewonnen und verzehrt wird, dass die Menschen in der Gemeinschaft – mit der Umgebung – leben.
Städte und schließlich die „Landflucht“ infolge der Industrialisierung zerstören die Gemeinschaften. Wenn plötzlich die Nahrung, die „der Boden“ – also Mutter Erde – den Menschen gibt, nicht mehr nur am Ort verzehrt wird, sondern immer größer werdende Gruppen versorgen soll, die andernorts leben, entsteht ein Ungleichgewicht, das immer größer wird, je weniger Menschen am Ort leben und somit auch an der Landwirtschaft teilnehmen und teilhaben. Noch schlimmer ist es, wenn die Nahrung entwertet wird, wenn ein Kunstprodukt wie Geld an die erste Stelle der Bedürfnisse gestellt wird. Geld wird zu einem Ersatz für die Gemeinschaft, ja für alle „Bedürfnisse“ und damit zu einer Droge, die im Gehirn die Aussendung der so nötigen „Bestätigungsstoffe“ veranlassen soll. Da es aber nur ein Ersatz ist, ist die Wirkung sehr kurz, der nunmehr Süchtige muss diesen Betrug an seinem Gehirn und letztlich der gesamten Mitwelt immer widerholen, erreicht trotz allem aber kein „stabiles Ergebnis“.
Landwirtschaft, Tierzucht, die „Herstellung von Lebensmitteln“ wurden nun zu einer ökonomischen Disziplin, für das Gesamtsystem völliger Irrsinn. Mutter Erde wird zu einem Wirtschaftsfaktor degradiert, so wie die Tiere und letztlich der Mensch auch. Das ganze System ist ein Spektakel von Wesen, die „komplett auf Droge“ sind, wie man es heute nennt, ein irrationales Gebaren von schwer suchtkranken Wesen.
Heilung geschieht immer nur dort, wo wieder ein „Wir-Gefühl“ mit der Mitwelt entsteht oder Menschen über die „Flucht in die Mitwelt“ aus dem Wahnsinn der Sucht aussteigen können. Der Prinz of Wales hat in der ökologischen Landwirtschaft seine Nische gefunden, in der er „sein kann“, während er „draußen“ eher Ablehnung, ja Spott, erfährt. Viele Gemeinschaften in Regionen, die abseits der „Weltwirtschaft“ existieren, in Südamerika, Afrika und Asien, sowie neuerdings in Südeuropa und dem Nahen Osten, und plötzlich die Kraft der Gemeinschaft in ihrer Mitwelt entdecken haben den „Entzug“ geschafft. Sie wirtschaften wieder so, dass sie ihre emotionale Belohnung aus der Balance der Energie in der Umgebung und damit auch in ihrer Gemeinschaft erhalten. Eine sogenannte „ökologische Landwirtschaft“ ist dann ganz selbstverständlicher Teil dieses Wirtschaftens und letztlich auch nur so umzusetzen.
Die Geschichte der „Biolebensmittel“ zeigt, dass diese vernünftige Art des Wirtschaftens in einem System der reinen Ökonomie, in dem allein Geld der bestimmende Faktor ist, nicht funktionieren kann.

http://www.natur.de/de/20/Der-OEko-Prinz,1,,1536.html
http://www.natur.de/de/20/Das-Salz-in-der-Erde,2,0,1527.html
http://www.natur.de/de/20/Aus-Duerren-lernen,4,0,1501.html
http://www.brandeins.de/archiv/2014/vertrauen/holzwirtschaft-in-deutschland-nachschub-auf-dem-holzweg/
http://www.welt.de/politik/deutschland/article123884172/Suenden-der-Bauern-kosten-die-Deutschen-Milliarden.html
http://universal_lexikon.deacademic.com/264551/Landwirtschaft%3A_Umweltprobleme

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