Zum internationalen Tag der Sonne gab es gute Nachrichten: Die Wiener Linien und Wien Energie bauen ihre Photovoltaik Offensive weiter aus.

Die Wiener Linien und Wien Energie treiben ihre gemeinsame Photovoltaik‑Offensive weiter voran. Zum internationalen Tag der Sonne kündigten die Unternehmen an, bis Ende 2026 15 neue PV‑Anlagen auf Dächern von U‑Bahn‑Stationen und Betriebsgebäuden zu errichten. Damit wächst das Solarnetz der Wiener Linien auf 44 Anlagen an. Ein neuer Rekord und ein zentraler Baustein der städtischen Sonnenstrom‑Strategie.

7,7 Millionen Kilowattstunden Sonnenstrom – direkt dort, wo er gebraucht wird

Die neuen Anlagen sollen künftig gemeinsam bis zu 7,7 Millionen Kilowattstunden Ökostrom pro Jahr erzeugen. Das entspricht der Energie, die die Wiener U‑Bahnen für rund 550.000 Kilometer benötigen – fast 14 Erdumrundungen. Ein Großteil des erzeugten Stroms wird direkt vor Ort genutzt, etwa für Beleuchtung, Rolltreppen, Lüftungsanlagen oder die Betriebstechnik der Stationen.

Photovoltaikanlage in Floridsdorf

Schon heute versorgen bestehende Anlagen wichtige Standorte wie die Hauptwerkstätte der Wiener Linien, die U6‑Station Michelbeuern/AKH oder die Fassaden‑PV in Floridsdorf mit lokal erzeugtem Sonnenstrom.

Schwerpunkt U2: Große Dachflächen, große Wirkung

2026 liegt der Ausbau‑Fokus auf der Linie U2. Zehn der fünfzehn neuen Anlagen entstehen entlang dieser Strecke, unter anderem bei den Stationen Stadion, Stadlau, Aspernstraße, Seestadt und Hardeggasse. Die U2 bietet besonders große, zusammenhängende Dachflächen, die sich ideal für Photovoltaik eignen. Nach Abschluss des Ausbaus verfügt rund die Hälfte aller U2‑Stationen über eine PV‑Anlage.

Seit dem Start der Offensive im Jahr 2020 ist ein stetig wachsendes Solarnetz entstanden. Zu den ersten Anlagen gehörten die Dächer der U3‑Station Ottakring und der U1‑Station Alte Donau. Die Strategie ist klar: Jede geeignete Dachfläche soll genutzt werden, um den Betrieb der Öffis nachhaltiger zu machen.

Beitrag zur Wiener Sonnenstrom‑Offensive

Der Ausbau ist Teil der städtischen PV‑Strategie, die bis 2030 800 Megawatt installierte Leistung auf Wiener Dächern vorsieht. Bereits 2025 wurde das Zwischenziel von 250 Megawatt, davon 50 Megawatt auf stadteigenen Gebäuden, zehn Monate früher als geplant erreicht. Die Wiener Linien spielen dabei eine zentrale Rolle: Ihre großen Dachflächen sind ideal, um Solarenergie im dicht bebauten Stadtgebiet zu erzeugen.

Die neuen Anlagen reduzieren nicht nur CO₂‑Emissionen, sondern stärken auch die Energieunabhängigkeit der Stadt. Lokal erzeugter Strom entlastet das Netz, senkt Betriebskosten und macht den öffentlichen Verkehr noch klimafreundlicher.


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Bild: Wien Energie/Christian Hofer. Wiener Linien / Max Döringer