Frischhaltefolie
Frischhaltefolie
Bienenwachs-Wraps und selbstgemachte Wachstücher.

Frischhaltefolie findet man in fast jedem Haushalt. Käse, Wurst oder Gemüse werden damit umwickelt, Pausenbrote eingepackt oder Schüsseln abgedeckt. In haushaltsüblicher Frischhaltefolie wurden bei Untersuchungen durch Öko Test keine schädlichen Stoffe gefunden, die in die Lebensmittel übergingen. Das ist schon mal eine gute Nachricht. Doch Frischhaltefolie besteht aus Polyethylen, einem erdölbasierten Kunststoff. In den meisten Fällen wird sie auch nur einmal verwendet. Somit fallen auch noch Unmengen an Plastikmüll an. Alleine schon aus Umweltschutzgründen sind Alternativen zu Frischhaltefolien begrüßenswert.

Die Frischhaltefolie mit Bienenwachs

Im Online-Handel findet man mittlerweile umweltfreundliche Bienenwachstücher als Alternative zu Frischhaltefolie. Bee`s Wrap z.B. kann man in Internetshops wie Naturlieferant oder Avocadostore beziehen. Sarah Kaeck, Mutter aus Vermont, gründete Bee`s Wrap 2012 aus der Frage heraus, wie man den Haushalt möglichst frei von Plastik gestalten könnte. Sie belebte eine alte Tradition neu und kreierte eigene Bienenwachstücher, die praktischer Weise auch noch waschbar, wiederverwendbar und kompostierbar sind. Bee`s Wrap-Tücher werden heute immer noch von Hand hergestellt. Die verwendeten Baumwolltextilien sind GOTS zertifiziert, das Bienenwachs stammt aus nachhaltiger Imkerei und das verwendete Jojoba-Öl hat Bioqualität.

Wie die Bee`s Wrap-Tücher kann man auch die Beeswax Wraps von Abeego einfach nur mit kaltem Wasser und milder Seife waschen und einfach nach dem Trocknen wiederverwenden. Damit sich die Bienenwachstücher wie die Frischhaltefolie an die Form des zu abdeckenden Gegenstandes anpassen, muss man sie nur ein wenig in den Händen wärmen. Da sie in verschiedenen Größen erhältlich sind, sind sie auch vielseitig einsetzbar.

Wachstücher selbst machen

Carnaubawachs
Carnaubawachs-Pellets (pixabay.com/CC0 1.0)

Wachstücher als Alternative zu Frischhaltefolie kann man aber auch schnell und einfach selbst machen. Dazu braucht man nur Baumwoll- oder Leinentücher und Bienenwachs- oder Carnaubawachs-Pellets. Manche nehmen auf etwa vier Teile Carnaubawachs zusätzlich noch einen Teil Pflanzenöl.

Nun gibt es mehrere Varianten, die Wachstücher aus diesen Zutaten herzustellen:

Man kann das Wachs auf ein sauberes Backblech legen und im Ofen zerlaufen lassen. Bienenwachs schmilzt dabei bei etwa 65 Grad, Carnaubawachs ab 85 Grad. Dann kann man im Anschluss die Tücher in dem flüssigen Wachs baden. Dabei muss man sich aber beeilen, da das Wachs relativ schnell wieder fest wird. Man kann die Pellets auch vorher auf die Tücher streuen und dann in den Backofen geben. Oder man kann das Wachs im Wasserbad auf dem Herd erhitzen und dann mit einem Pinsel auf die Tücher auftragen.

Sollte sich das Wachs im Tuch nicht gleichmäßig verteilt haben und es noch Unebenheiten geben, kann man das Wachstuch auf ein Bügelbrett legen, es mit einem Küchenhandtuch abdecken und dann durch das Handtuch mit dem Bügeleisen behandeln, sodass sich das Wachs besser verteilt. Auch die selbst gemachten Tücher kann man unter kaltem Wasser mit etwas Spülmittel wieder abwaschen, trocknen lassen und wiederverwenden. Bei guter Pflege halten die Tücher etwa ein Jahr.

Wachstücher sind eine gute Alternative zu Frischhaltefolie. Sie sind genauso vielseitig verwendbar und sparen der Umwelt dabei auch noch jede Menge Müll.

Titelbild: © Martina Liel

ProfilMartina Liel ist Germanistin (M.A.) und arbeitet seit 2009 als freie Texterin und Autorin mit den Schwerpunkten Nachhaltigkeit und Healthcare. Seit 2013 bloggt sie über ein Leben mit Endometriose, einer chronischen Erkrankung, bei der ein nachhaltiger und gesunder Lebensstil eine wesentliche Rolle spielt. Ihr Buch “Nicht ohne meine Wärmflasche – Leben mit Endometriose” erscheint im März 2017.

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