Dieses Gerät macht sich Verdunstungskälte zu Nutze.

In wohl jedem Haushalt in der industrialisierten Welt steht ein Kühlschrank, der rund um die Uhr Strom benötigt. Energieeffizienz ist deshalb eines der wichtigsten Argumente beim Kühlschrankkauf. Wie wäre es also mit einem Kühlgerät, das überhaupt keinen Strom benötigt? Der Kühlschrank von Coolar hat keinen Stromstecker, er kühlt mit Wärme. Das Gerät macht sich den Verdunstungseffekt zu Nutze, die Wärme die es für den Betrieb braucht, kommt aus emissionsarmen Wärmequellen. Coolar kann an eine bestehende Solarthermieanlage oder eine Kraft-Wärme-Kopplung-Anlage angeschlossen werden oder mit Abwärme betrieben werden.

Coolar ist damit nicht nur äußerst energieeffizient, er kann auch in Regionen betrieben werden, in denen es keine zuverlässige Stromversorgung gibt. Das Start-Up Unternehmen aus Berlin, das den Kühlschrank entwickelt hat, kooperiert mit Ärzte ohne Grenzen und anderen Hilfsorganisationen. Coolar eignet sich nämlich hervorragend, um Medikamente und Impfstoffe zu kühlen, auch dort wo es kein Stromnetz gibt.

Der Kühlschrank ist robust, verlässlich und nachhaltig. Die Entwickler von Coolar geben an, dass mit ihrem Gerät rund 60% CO2-Emissionen eingespart werden können und die Betriebskosten um 75% geringer sind. Dank der Nutzung des Adsorptionskälteeffekts basierend auf Silicatgel und Wasser in einem Unterdrucksystem benötigt Coolar keine umweltschädlichen Kältemittel. Am Ende seines Lebenszyklus ist es also einfach, den Kühlschrank zu entsorgen, da er nicht als Sondermüll behandelt werden muss. Außerdem hat das Gerät keine beweglichen Verschleißteile, wie die Entwickler hervorheben, was es besonders langlebig macht.

Bisher gibt es nur einen Prototypen von Coolar, der bis ins Halbfinale des deutschen Start-Green Awards 2015 kam. Um das zu erreichen war die Kooperation mit Hilfsorganisationen und das konkrete Ziel, das Gerät für die Kühlung von Medikamenten in Entwicklungsländern einzusetzen, entscheidend. Auch wenn Coolar leider nicht zu den Siegerprojekten gehört, so will man doch weiterhin ein „Kauf einen, spende einen“-Konzept verfolgen. Das Gerät soll in Industrieländern verkauft, aber so auch gleichzeitig in Entwicklungsländern verbreitet werden.

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Bild: Coolar

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