Die Umweltschutzorganisationen Greenpeace und GLOBAL 2000 haben den Strom-Mix der österreichischen Energieversorgungsunternehmen einem Atomstrom-Check unterzogen. Das Ergebnis: Einige österreichische Anbieter versorgen ihre Kunden immer noch mit Kernenergie. Positiv: Fünf Versorger…

Die Umweltschutzorganisationen Greenpeace und GLOBAL 2000 haben den Strom-Mix der österreichischen Energieversorgungsunternehmen einem Atomstrom-Check unterzogen. Das Ergebnis: Einige österreichische Anbieter versorgen ihre Kunden immer noch mit Kernenergie. Positiv: Fünf Versorger kommen nachweislich ohne Atomenergie aus.

„Trotz der Reaktorkatastrophe in Fukushima und der breiten Ablehnung der österreichischen Bevölkerung gegenüber Atomstrom-Importen, halten einzelne Energieunternehmen am Import von Atomstrom fest. Im Zuge des Atomstrom-Checks wurde bei folgenden Energieunternehmen Atomstrom im Strom-Mix gefunden: KELAG (23 Prozent), Verbund AG (16 Prozent), TIWAG (15 Prozent), VKW (11,2 Prozent) und Energie AG (10,5 Prozent)“, schreiben Global 2000 und Greenpeace.

Keine Atomenergie in Wien, Niederösterreich & Co

Es gibt aber auch Unternehmen, die aufzeigen, dass der Verzicht auf Atomstrom auch für konventionelle Stromanbieter möglich ist. Wien Energie, EVN (NÖ), BEWAG (Burgenland), Salzburg AG und Energie Steiermark konnten nachweisen, keinen Atomstrom in ihrem Angebot zu haben.

„Musterschüler“ ist dabei der burgenländische Stromversorger. Wien, Niederösterreich, Salzburg und Steiermark folgen dichtauf.

Wien will 100% atomstromfrei sein – und bleiben

„Die Stadt Wien kämpft seit langem intensiv und auf allen Ebenen gegen die Atomkraft und dazu gehört auch, dass der städtische Energieversorger atomstromfrei ist“, bestätigt Umweltstadträtin Ulli Sima. Die Stadt Wien und Wien Energie haben in den letzten Jahren die erneuerbaren Energien forciert. Wien hat sich zugleich auf allen Ebenen gegen grenznahe Atomkraftwerke engagiert.

Schon im März haben Wien Energie und EVN beim Atomstrom-Check des Umweltdachverbandes als 100% atomstromfreie Anbieter Vorbildwirkung gezeigt. Der Präsident des Umweltdachverbandes, Gerhard Heilingbrunner, hat bei dieser Gelegenheit auch klargestellt, dass es beim Import des so genannten „UCTE-Mixes“ aus dem Ausland – der Atomstrom enthält – nicht um die Deckung des Strombedarfs in Österreich geht. Energieversorger, die sich für den Atomstrom-Import entscheiden, tun dies, um neue KundInnen mit billigerem Strom zum Umstieg zu bewegen. Die wahren Kosten der Atomkraft werden dabei gern verschwiegen: Subventionen, höhere Steuerlast und enorme Folgekosten bei Störfällen sind Folgen, die von der Allgemeinheit getragen werden müssen.

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