Tschechien stützt sich aktuell auf einen Atomenergie-Anteil von 30 Prozent. Das Ministerium für Industrie und Handel erwartet für die Zukunft steigenden Bedarf. Daher soll die Atomstrom-Quote mehr als verdoppelt werden.…

Tschechien stützt sich aktuell auf einen Atomenergie-Anteil von 30 Prozent. Das Ministerium für Industrie und Handel erwartet für die Zukunft steigenden Bedarf. Daher soll die Atomstrom-Quote mehr als verdoppelt werden.

Im Lichte der Explosion in der Atomanlage Marcoule klingt das Vorhaben besonders überraschend. Es ist aber über einen längeren Zeitraum gewachsen. Analysen sehen für die Zukunft einen stetig steigenden Strombedarf voraus – wie überall auf der Welt. Wesentlich dabei ist auch das Ziel, mehr Elektroautos auf tschechischen Straßen anzustreben. Tschechien will daher seine Atomstrom-Quote von rund 30 auf 60 bis 80 Prozent anheben.

Berechnungen zufolge benötigt das Land dafür zehn neue Atommeiler. In Tschechien gilt Strom aus Atomenergie als akzeptiert und anerkannt, im Gegensatz zur „Alternative“, nämlich mehr Braunkohleförderung. Erst im Juli haben die Premierminister von Polen und Tschechien, Donald Tusk und Petr Necas, erklärt, ihre Länder wollten eine „Front der Vernunft“ bilden, als Gegengewicht gegen jene Nationen, die nach Fukushima der Atomenergie den Rücken kehren wollen.

Und Erneuerbare Energien?

Die gelten in Prag als „nicht wettbewerbsfähig“. Auch wenn die wahren Kosten der Atomenergie weit höher sind als man in der Branche zugeben möchte.

Alternativen zur Atomkraft:

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