Klare Luft über Wien / Fotocredit: Shutterstock
Klare Luft über Wien / Fotocredit: Shutterstock
Auch die lebenswerteste Stadt der Welt darf sich in Sachen Klimaschutz nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen. Deshalb hat die Wiener Stadtregierung gemeinsam mit Wien Energie beschlossen, die CO2-Emissionen Wiens bis 2040 auf Null zu senken. Die Landeshauptstadt will klimaneutral werden und weiterhin eine Vorreiterrolle in Klima-Belangen einnehmen.

Die brennende Frage ist, wie kann eine Millionenstadt überhaupt klimaneutral werden? Diesem ambitionierten Ziel hat sich eine von Wien Energie beauftragte Studie angenommen und einen Klimaschutz-Fahrplan für Wien bis zum Jahre 2040 skizziert.

Warm aber grün

Die erste Station dieses Fahrplans ist der großflächige Umbau der städtischen Wärmeversorgung. Anstelle von Gas soll künftig mehr als die Hälfte des Wärmebedarfs in Wien durch die Fernwärme gedeckt werden. Die besonders in Wien verbreiteten Gasthermen sollen durch Geothermie und Wärmepumpen ersetzt werden – statt Erdgas soll Energie aus Strom gewonnen werden. Für diese Dekarbonisierung des Wärmesektors will Wien Energie rund 19 Milliarden Euro investieren, um als größter Energiedienstleister Österreichs einen wichtigen Teil zur Emissionsreduktion beizutragen.

„Kunden von morgen wollen keine fossilen Energien. Deshalb braucht es neben einem Energiewechsel auch einen Systemwechsel!“ – Michael Strebl, Geschäftsführung Wien Energie

Generell wird der Wärmebedarf in der Stadt bis 2040 um 18% sinken. Das ist einerseits auf die Klimaerwärmung, andererseits auf die thermische Sanierung von Gebäuden zurückzuführen. Je besser ein Haus gedämmt ist, desto mehr Wärme kann es speichern. Folglich muss weniger geheizt werden und der Wärmebedarf sinkt.

„Jedes Gebäude steht um die 50 bis 70 Jahre. Deshalb muss es schon beim Bau klimaneutral sein.“ – Josef Taucher, Klubvorsitz SPÖ

Elektrisch unterwegs

Neben der Wärme-und Gebäudesanierung ist es auch für die städtische Mobilität notwendig fossile Energiequellen durch Strom zu ersetzen. Elektroautos, Scooter und Co. sind nur ein paar Beispiele, die Verbrenner in Zukunft wortwörtlich überholen werden. Sie sparen nicht nur klimaschädliche Treibhausgase ein, sondern haben durch fortschreitende Technik auch einen immer geringeren Rohstoffbedarf.

Um die Elektromobilität vor allem für AutofahrerInnen attraktiver zu gestalten, nimmt Wien Energie bis 2040 deshalb 1,3 Milliarden Euro in die Hand, um den Ausbau der E-Ladeinfrastruktur voranzutreiben. Dieser soll sich nicht nur auf den öffentlichen, sondern vor allem auch auf den privaten Bereich erstrecken, da die meisten Ladevorgänge bei den E-Auto-BesitzerInnen zuhause stattfinden.

E-Auto, E-Ladestation, E-Mobilität
Mobil unterwegs mit Strom / Fotocredit: Shutterstock

Unterm Strich soll die Elektrifizierung des Mobilitäts- und Wärmesektors maßgeblich dazu beitragen, Wien ein Stück grüner zu machen und CO2-Emissionen in Zukunft auf ein Minimum zu reduzieren. Dies lässt uns nicht nur frischere Luft atmen, sondern schafft durch Arbeitgeber wie Wien Energie auch neue Arbeitsplätze für Menschen, denen der Klimaschutz am Herzen liegt.

„Ich will nicht, dass meine Kinder mich einmal fragen, wieso ich damals eigentlich nichts zu einem besseren Klima beigetragen habe.“ – Michael Strebl, Geschäftsführung Wien Energie

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