Ein ähnliches Schlagwort sollte einmal die „Revolution“ diskreditieren. Was ein geflügeltes Wort war, erweist sich auf das aktuelle Wirtschaftssystem bezogen als grausame Wahrheit. Einhundert Jahre nachdem der Erste Weltkrieg den…

Ein ähnliches Schlagwort sollte einmal die „Revolution“ diskreditieren. Was ein geflügeltes Wort war, erweist sich auf das aktuelle Wirtschaftssystem bezogen als grausame Wahrheit. Einhundert Jahre nachdem der Erste Weltkrieg den industrialisierten Krieg einführte und mit ihm die totale „Entmenschung“ nicht nur der „Auseinandersetzung“, sondern des Lebens schlechthin, zeigen sich in allen Lebensbereichen die erschütternden Folgen. Wie in den schwärzesten Visionen zahlloser „Mahner“ fressen die Maschinen an diesem Planeten. „Kluge Köpfe“, Wissenschaftler in Fachgebieten, die man sich damals nicht einmal träumen ließ, debattieren über Wege aus dem Dilemma, jedoch immer nur innerhalb dieses Systems, als wären auch ihre Gedanken schon gefangen.

Auf den Feldern werden der Boden, das Wasser, die Luft und schließlich die Früchte vergiftet

Seit auch die Nahrungsmittel komplett industriell gefertigt werden, und zwar bereits auf den Feldern der Bauern, die ja inzwischen „Agrarökonomen“ genannt werden, ist nur noch die ökonomische Effizienz ein Faktor im Denken der Menschen. Jedes Mittel ist gerechtfertigt, dass diese „Produktivität“ steigert. Dass dabei ein Teufelskreis entsteht wobei immer mehr von der Form des „wachsenlassen“ der Früchte abgewichen wird, und dann mit aller Macht ein Industrieprodukt aus der Erde gepresst wird, nehmen die Menschen als alternativlos hin.

In Afrika konnten und können sich alle Menschen mehr als ausreichend ernähren. Erst die auch hier eingeführte industrielle – „agrarwissenschaftliche“ – Methode hat die Böden ruiniert und unfruchtbar, ja ganze Landstriche gar unbewohnbar gemacht. Der Profit wurde und wird in die Kolonialstaaten abgeführt. Alle angebliche „Entwicklungs- oder Hungerhilfe“ fließt dann auch nicht an die Hungernden, sondern ausschließlich wiederum in die Kassen der europäischen und nun auch amerikanischen Konzerne. Dort verdient man also auch am Hunger. Ganz nebenbei, in der Sprache der Ökonomen als Kollateralschaden, werden die Menschen, die in der Agrarindustrie arbeiten oder nur angrenzend leben vergiftet (http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/landwirtschaft-einsatz-von-duenger-in-afrika-zerstoert-boeden-a-901242.html;http://www.natur.de/de/20/Pestizide-Krank-fuer-Generationen,1,,1489.html; https://www.energieleben.at/monsanto-vergiftet-bevoelkerung/).

Die Folgen der Ökonomisierung des gesamten Lebens tauchen natürlich in keiner Wirtschaftlichkeitsberechnung auf, sie werden von den Menschen selbst ge- oder besser ertragen (http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/amazonas-erster-kontakt-mit-isolierten-rio-xinane-ureinwohnern-a-983829.html; http://www.natur.de/de/20/OElkatastrophe-erreichte-auch-weit-entfernte-Korallen,1,,1490.html).

Über tausende von Jahren haben Menschen „nachhaltig“, also natürlich gelebt

Das überhaupt Begriffe wie „Nachhaltigkeit“ oder „ökologisch“ geprägt wurden, ist ein Zeichen wie degeneriert das Denken und eben leider auch das Handeln geworden sind. Menschen müssen ihr Denken, ihre Sprache nutzen, um sich klar zu machen, wie falsch sie handeln, statt es einfach – wieder – richtig zu machen. Inzwischen ist die Mehrheit der Menschen in „Industriestaaten“ damit beschäftigt, die Auswirkungen des falschen Handelns zu organisieren, zu lenken und die Schäden zu studieren, beseitigt werden sie noch nicht. Seit König Hammurabi vor rund 4000 Jahren erstmals Gesetze – den „Codex Hammurabi“ – in Stein meißeln ließ, müssen Menschen offenbar immer neue Gesetze, Verordnungen und Normen schaffen, um ihr eigenes Tun zu regeln. Selbst die „neue ökologische Wirtschaft“ muss mit immer neuen Gesetzen und strengen Überprüfungen überwacht werden, weil auch hier schnell die Ökonomie schädlich – also kriminell – eingreift.

„It´s the economy, stupid“ war ein Schlagwort im Wahlkampf Bill Clintons gegen Georg H.W. Bush in 1992. Ja, es ist die Ökonomie, die schadet, eben genauer gesagt: “It´s the stupid economy“.

In den – auch oder gerade im Denken verseuchten – Industriestaaten erarbeiten Wissenschaftler Konzepte, wie das System erträglich, eben nachhaltig gestaltet werden könnte. Das wird niemals gehen, weil das System an sich Nachhaltigkeit unmöglich macht. Die Lösung des „Weltproblems“ kann nur eine Gesellschaft sein, die sich von den noch oder auch inzwischen wieder nachhaltig lebenden und wirtschaftenden Menschen belehren lässt (https://www.energieleben.at/ein-uraltes-konigreich-in-afrika-zeigt-den-weg-zur-nachhaltigen-wirtschaft/; https://www.energieleben.at/der-mann-der-die-wuste-aufhielt/).

Das „Konzept“ der solidarischen Landwirtschaft ist nichts weiter, als die Art, wie Menschen tausende Jahre – nachhaltig – gelebt und gewirtschaftet haben. Sie haben Nahrung gejagt und angebaut und die Dinge hergestellt, die sie benötigten. Alle haben das erhalten, was sie zum Leben brauchten und dabei ihre Mitwelt so erhalten, dass sie über Generationen, eben Jahrtausende an demselben Ort leben konnten. Dabei waren sie eine Gemeinschaft, in der jeder von den anderen geschätzt und eben mit ernährt wurde. Dieses war so in den ersten „Siedlungsgebieten“ im jetzigen „Nahen Osten“, gemeinschaftlich und friedlich. Auch in der heutigen Wirtschaftszone – also Staat – Israel und dem vorherigen „Palästina“ war und ist diese Art des Zusammenlebens möglich. Erst der Anspruch auf Eigentum, spezifischen Besitz und letztlich das Konzept der Ökonomie und des egoistischen Profits macht eine derartige gemeinschaftliche Gesellschaft unmöglich. Letztlich hängt auch der Weltfrieden davon ab, ob die Menschen wieder lernen können, solidarisch zu wirtschaften und das industrielle, zerstörerische System vollständig abzulösen. Dieses war und ist eine Mutation, die in der Evolution keine Überlebenschance hatte und jemals haben wird.

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