Das Bewusstsein für die Bedeutung von erneuerbarer Energie verändert sich weltweit.

Saudi Arabien ist einer der größten Förderer und Exporteure von Rohöl. Das Königreich ist damit reich geworden. Doch in dem Land spricht man davon, in absehbarer Zukunft komplett auf erneuerbare Energieträger umzusteigen. Erstmals im Jahr 2012 sprach Prinz Turki Al Faisal Al Saud über seine Hoffnung, Saudi Arabien würde sich in Zukunft ausschließlich durch erneuerbare Energieträger versorgen. Öl sei wertvoller, wenn es unter der Erde bliebe, als wenn es als Brennstoff benutzt werde, sagte der damals 67-Jährige, der außerdem die Hoffnung äußerte, diese Wende noch selbst zu erleben.

Bei einer Konferenz im Mai 2015 in Paris berichtete der saudi-arabische Öl-Minister Ali Al-Naimi davon, dass man mittlerweile dabei ist, ein Solarenergie-Programm zu entwickeln. Man wolle das Königreich in Zukunft ausschließlich mit erneuerbarer Energie versorgen. Anstatt wie bisher Öl zu exportieren, hoffe man, künftig saubere Energie zu exportieren.

Auch Marokko hat Pläne, Strom aus erneuerbaren Energieträgern in andere Länder zu exportieren. Im Moment entsteht in der Wüste, nahe der Stadt Ouarzazate das größte Solarkraftwerk der Welt. Im Oktober 2015 soll der erste Teil in Betrieb genommen werden und mehr als eine Million Marokkaner mit Sonnenstrom versorgen. Wenn die gesamte Anlage fertiggestellt ist, soll sie eine Kapazität von 580 Megawatt besitzen.

Einige hunderter Kilometer entfernt, bei der Küstenstadt Tanger, stehen auf einem Kamm dutzende Windräder. Der Platz ist ideal für die Produktion von Windenergie. Hier ist es so gut wie nie windstill, die Windräder drehen sich 98 Prozent der Zeit. Heute erreicht man eine Leistung von 800 Megawatt, im Jahr 2020 will man 2000 Megawatt generieren können. Im Moment deckt Marokko 95 Prozent seines Energiebedarfs durch Import, im Jahr 2020 will man 42 Prozent aus im Land erzeugter Wind-, Solar- und Wasserkraft decken können.

Bild: David Shankbone, Wikimedia

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