Rund eine Milliarde Menschen – ein Siebtel der Weltbevölkerung – lebt in Afrika. Der Energieverbrauch des Kontinents steht dazu in keinem Verhältnis: er liegt bei 3 Prozent. Nicht mehr lange! Offen ist nur, in welche Richtung die Entwicklung gehen wird.

Früher oder später wird Afrika einen massiven technologischen Entwicklungsschub erleben. Und zwar sehr wahrscheinlich früher! Denn die Kombination aus ständig verbesserter Infrastruktur, großem Interesse an sinnvollen neuen Entwicklungen und Investitionen aus dem Ausland lässt Afrika rasch zulegen.

Ein Vorteil, den Afrika dabei ausspielen kann: Das Potential für erneuerbare Energie aus Sonnenenergie und Wasserkraft ist gewaltig.
Der Nachteil: Bis dieses Potential richtig ausgeschöpft werden kann, ist noch ein weiter Weg zurückzulegen.
Derzeit hat nicht einmal jeder sechste Afrikaner Zugang zu einem Stromnetz. Das benachteiligt den Kontinent bei der wirtschaftlichen Aufholjagd gegenüber dem Westen und Asien.

Strom und Gesundheit

Davor sind nicht einmal jene Ländern gefeit, die technologisch besonders weit fortgeschritten sind. Beispiel Kenia. Hier sind trotz aller Fortschritte 84% der Bevölkerung ohne Stromversorgung. Indirekt schlägt das auch auf die Gesundheit: vielfach sind Kerosinlaternen in Verwendung, deren Ausdünstungen die Atemwege schädigen.

Hoffnungsmarkt

Afrika gilt zunehmend als Hoffnungsmarkt. Und in ganz Afrika zeigt sich die Bereitschaft, in erneuerbare Energie zu investieren. In Westghana entsteht eine neue Photovoltaik-Anlage, deren Leistung die Stromproduktion des Landes um sechs Prozent erhöhen soll.

Ebenso steht das Monsterprojekt „Desertec“ im Raum – die Idee, in der Wüste Sahara riesige Photovoltaik-Flächen aufzustellen und den gewonnenen Strom nach Europa zu exportieren. Nach dem verlustreichen Rückzug von Siemens aus der Solarsparte – im Vorjahr – gibt es nun einen neuen Interessenten an dem Bauvorhaben. Der größte Netzbetreiber der Welt, die State Grid Corporation of China (SGCC), will einsteigen.
Offen ist allerdings eine entscheidende Frage: Die des Transports der gewonnenen Strommengen über das Mittelmeer in den elektrizitätshungrigen Norden.

Öl

Ganz einfach wird der Schritt zur „sauberen Energie“ aber auch in Afrika selbst nicht werden. So wurden 2012 umfangreiche neue Rohöl-Vorkommen und Gaslager im afrikanischen Boden entdeckt. Man darf annehmen, dass eine Ausbeutung dieser Ressourcen sehr bald stattfinden wird, wo immer die Förderung des „Schwarzen Goldes“ rentabel ist.

Die Erdölförderung und damit einhergehende Umweltverschmutzung verschärft Konflikte in den betroffenen Regionen. Die Gewinne aus der Ölförderung kommen meist nur einer kleinen Oberschicht zugute, dafür werden Fördergebiet und Transportwege verschmutzt. Seit Jahrzehnten engagieren sich Bürgerrechtler gegen entstandene Schäden und die beteiligten Konzerne. Einer der Erfolge: Shell beendete nach einer Demonstration im Jahr 1993 seine Tätigkeiten im nigerianischen Ogoni-Gebiet, das durch die Umweltschäden bedroht war. Allerdings übernahm das Militär die Kontrolle der Region und neun Aktivisten, darunter der Schriftsteller Ken Saro-Wiwa, wurden angeklagt und zum Tod verurteilt.

1 Kommentar

  1. Ah die is heel erg gaaf!Als ik weer in Breda ben zal ik eventjes naar dit wiltenkje zoeken!Ik zie de laatste tijd steeds meer van die ladders/takken in kamers,echt heel erg gaaf, wil ik ook (:

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