Wissenschaftler der Universität Hohenheim machen mit dem Buch „Unterschätzte Getreidearten. Einkorn, Emmer, Dinkel & Co.“ auf vergessene Getreidesorten aufmerksam und geben Tipps zu Anbau und Verarbeitung. Vergessene Getreidearten wieder aufleben…

Wissenschaftler der Universität Hohenheim machen mit dem Buch „Unterschätzte Getreidearten. Einkorn, Emmer, Dinkel & Co.“ auf vergessene Getreidesorten aufmerksam und geben Tipps zu Anbau und Verarbeitung.

Vergessene Getreidearten wieder aufleben lassen

Schon mal von Einkorn, Emmer oder Gelbpigmentweizen gehört? Dr. Friedrich Longin und Prof. Dr. Thomas Miedaner von der Universität Hohenheim stellen sie in ihrem neuen Buch vor. Neben Herkunft und Verarbeitungsqualitäten klären sie dabei auch über ernährungsphysiologische Eigenschaften der vernachlässigten Getreidearten auf und geben sogar Rezepttipps.

Bio-Landwirte können von der Lektüre ebenso profitieren wie Verbraucher, die auf der Suche nach regionalen Produkten sind. Neben Fachinformationen gibt es dabei noch unterhaltsame Informationen aus der Geschichte, wie zum Beispiel zum Gelbpigmentweizen, das im Mittelalter immer uninteressanter wurde, da die Oberschicht ihren Wohlstand gern mit Brot aus weißem Mehl demonstrierte.

Urgetreide für den Naturschutz

Der Anbau alter Getreidesorten ist ein Beitrag zum Naturschutz und dem Erhalt der Artenvielfalt. Wegen der begrenzten Keimdichte finden feldbewohnende Vogelarten und Ackerwildkräuter leichter ihr Habitat. Und da das Urgetreide geringe Nährstoffansprüche hat, eignet es sich als extensive Kulturpflanze im Ökolandbau.

Friedrich Longin, Thomas Miedaner: Unterschätzte Getreidearten. Einkorn, Emmer, Dinkel & Co.“ Agrimedia; Auflage: 1 (22. August 2012), 136 Seiten.

Quellen:

Universität Hohenheim: Vergessene Getreidearten: Neues Buch hebt alte Schätze für Bauern, Bäcker & Brot-Liebhaber. 11.01.13.

NABU Waiblingen:  Projekt: Alte Getreidesorten

Verband für Unabhängige Gesundheitsberatung: Backen mit Urgetreide

Bildnachweis: ©  Yvchen / Pixelio.de

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