Grüne Kunst im urbanen Raum.

Hohe Gebäude und Straßen aus Beton, da und dort ein Graffiti, so sieht die durchschnittliche (Groß-)Stadt aus. So mancher Stadtbewohner wünscht sich mehr Grün, ein anderer weniger Schmierereien an den Wänden und wieder ein anderer möchte mehr Kunst im öffentlichen Raum. Die Lösung: Moosgraffiti! Moosgraffiti sind genau das, was man sich unter der Bezeichnung vorstellt, nämlich Moos, das auf eine Wand aufgebracht wird, mit dem Ziel, diese zu verschönern. Es gibt wahre Könner, die auf diese Art tolle Kunstwerke schaffen. So leicht, wie das erst einmal klingt, ist es aber nicht. Am besten funktioniert es, wenn man große Stücke Moos hat, die man zurecht schneidet und sie mit Hilfe eines biologischen Klebstoffes auf einen rauen Untergrund klebt. Das Moos wächst dann (im Idealfall) weiter und man hat somit ein grünes lebendiges Kunstwerk geschaffen.

Die Nährstoffe die Moose benötigen filtern sie aus dem Niederschlag, so können sie auch auf sehr nährstoffarmen Untergründen wachsen, wie etwa Baumrinden oder Steinen und eben auch auf Betonmauern oder Fassaden. Moose sind nicht nur wertvoller Lebensraum für Klein- und Kleinstlebewesen, sie tragen außerdem zur Luftverbesserung bei, indem sie CO2 absorbieren.

Im Internet findet man viele Anleitungen, die suggerieren, dass es sehr einfach ist, selbst ein Moosgraffiti zu machen. Ein bisschen Moos, ein bisschen Joghurt oder Buttermilch, ein bisschen Bier und Zucker, alles gut pürieren, fertig ist die Moosgraffiti-Paste. Nun einfach mit einem Pinsel auf die Wand auftragen und warten bis das Moos wieder zu wachsen beginnt.

Wer aber ein bisschen recherchiert, wird schnell erfahren, dass es so nicht funktioniert. Man hat dann grün-braune Spuren an der Wand kleben, aber wachsen wird da nichts. Verschönerung mittels Moosgraffiti also vielleicht doch lieber den Profis überlassen und selbst ein paar Kletterplanzen, Blumenkästen und Töpfe zur Begrünung der eigenen Umgebung verwenden!

Bildquelle: shutterstock/Elena Dijour

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