Mit einfachen Hausmittel kann man die Wehwehchen lindern: Zwiebel, Salbei & Co. erleben eine Renaissance und gehören zur grünen Hausapotheke.
Mit einfachen Hausmittel kann man die Wehwehchen lindern: Zwiebel, Salbei & Co. erleben eine Renaissance und gehören zur grünen Hausapotheke.
Wenn es kälter wird und die Temperaturen vorzugsweise unter Null sinken, geht selten der Kelch einer Erkältung an einem vorbei. Husten, Schnupfen und das Kratzen im Hals sind lästige Begleiter im Alltag. Aber schon mit einfachen Hausmittel kann man die Wehwehchen lindern: Zwiebel, Salbei & Co. erleben eine Art Renaissance und gehören zu den Essentials der grünen Hausapotheke.

Die Zutaten für die Hausmittel findet man zumeist in der Küche oder Vorratskammer bzw. sind sie in jedem Supermarkt erhältlich, zudem ist die Herstellung schnell und einfach und bedarf keiner besonderen Kochkenntnisse.

Zwiebelsaft

Die ätherischen Öle und die Schwefelverbindungen der Zwiebel helfen, Verschleimungen und Sekrete zu lösen. Atmen und Abhusten werden dadurch erleichtert. Der Zwiebel wird schon seit der Antike ein sehr guter Lungenbezug nachgesagt und wird oft als Hausmittel eingesetzt.

Man braucht für den Zwiebelsaft:

  • ½ Zwiebel

  • 2 EL Honig

So geht‘s:

Die halbe Zwiebel fein würfelig schneiden und mit dem Honig über Nacht ziehen lassen. Am nächsten Tag die Zwiebelstücke abseihen und den Saft über den Tag verteilt löffelweise trinken. Der Zwiebelsaft schmeckt besser als gedacht – wer es aber nicht so gerne mag, kann mit einem Spritzer Zitronensaft aushelfen.

Die Zwiebel wird schon seit der Antike ein sehr guter Lungenbezug nachgesagt. Fotocredit: Uli Eigentler

Inhalieren mit Kräutern

Das Dampfbad kann schnell Abhilfe schaffen, mit Meersalz und unterschiedlichen Kräutern pflegt es zudem auch die Haut.

Man braucht für das Dampfbad:

  • eine Schüssel

  • ein großes Handtuch

  • heißes Wasser

  • 3 EL Meersalz pro Liter Wasser

  • Kamille, Pfefferminze und Thymian sind Kräuter, die den Schleim lösen und Beruhigen.

So geht‘s:

Das heiße Wasser (ca. 70° C) mit den Kräutern und dem Salz in die Schüssel geben und sich über die Schüssel beugen – der Abstand zwischen Gesicht und Schüssel sollte ca. 20 cm sein. Handtuch über den Kopf und in etwa 15 Minuten inhalieren.

Bitte beim Inhalieren besonders aufpassen, da das Wasser sehr heiß ist. Wenn man mit Kindern inhalieren möchte, eignet sich ein Inhalator sehr gut oder man baut sich eine Dampf-Hütte, in dem man eine Decke über den Tisch wirft und die Schüssel mit ins „Haus“ nimmt. Die Eltern sollten in der Dampfhütte dabei sein und aufpassen, dass keiner sich mit dem Wasser verbrennt.

Mit Meersalz und unterschiedlichen Kräutern pflegt die Inhalation zudem auch die Haut. Fotocredit: Uli Eigentler

Salbei-Bonbons

Der Name selbst erzählt schon selbst vom hohen Wert der Pflanze, leitet sich doch „salvia“ vom lateinischen salvare (heilen) ab. Gurgeln mit dem Tee begünstigt die Heilung von Halsentzündungen, der Salbei kann aber auch zu schmackhaften Zuckerln verarbeitet werden.

Man braucht für Salbei-Bonbons:

  • 10 g frische Salbeiblätter

  • 100 g Zucker

So geht’s:

Salbeiblätter ganz klein schneiden und hacken. Zucker schmelzen, sobald er aufgelöst ist, die Salbeiblätter dazu geben. Alles gut vermischen und dann vorsichtig mit einem Teelöffel die Masse auf ein Backpapier tropfen und auskühlen lassen.

Salbei kann zu schmackhaften Zuckerln verarbeitet werden. Fotocredit: Uli Eigentler

Holunderblütentee

Der Tee ist schweißtreibend und fiebersenkend. Er beeinflusst zwar nicht die Ursache der Erkrankung, aber unterstützt den Körper, damit fertig zu werden. Lindenblüten haben die gleiche Eigenschaft und kann man mit Holunderblüten auch als Mischtee trinken.

Der Holunderblütentee ist schweißtreibend und fiebersenkend. Fotocredit: Uli Eigentler