Wien wird heißer und das nicht nur gefühlt. Tropennächte nehmen zu, Hitzewellen werden intensiver, und dicht verbaute Bezirke speichern Wärme oft bis weit in die Nacht. Damit Menschen in der Stadt trotzdem gut durch den Sommer kommen, hat Wien ein eigenes Netzwerk geschaffen: die Coole Zonen. Sie sind über die ganze Stadt verteilt und bieten Orte, an denen man sich an heißen Tagen bewusst abkühlen kann.
Was sind Coole Zonen?
Coole Zonen sind öffentlich zugängliche Plätze, die an heißen Tagen spürbare Erleichterung bringen. Die Stadt Wien definiert sie als Orte, die schattig, kühl, gut erreichbar und für alle nutzbar sind. Dazu gehören:
- schattige Parks und Grünflächen
- Trinkbrunnen und Nebelduschen
- klimatisierte öffentliche Gebäude
- Museen, Bibliotheken und Kulturorte
- kühle Innenhöfe und Durchgänge
- ausgewählte „Cooling Spots“ in dicht verbauten Grätzeln
Viele dieser Orte sind in der Wien‑App und auf der Website der Stadt markiert, damit man sie schnell findet – besonders wichtig für ältere Menschen, Familien und alle, die im Sommer viel draußen unterwegs sind.
Alle Coolen Zonen findest du hier: https://www.wien.gv.at/umwelt/coole-zonen
Trinkbrunnen, Sprühnebel, Wasserspielmöglichkeiten, klimatisierte Räume usw. kannst du dir im Stadtplan einblenden lassen.
Warum Wien solche Zonen braucht
Die Stadt reagiert damit auf eine klare Entwicklung:
- Tropennächte steigen seit Jahren deutlich an.
- Hitzeinseln in dicht bebauten Bezirken belasten Gesundheit und Lebensqualität.
- Klimawandel sorgt für längere Hitzeperioden und mehr Extremtemperaturen.
Coole Zonen sind daher ein Baustein der städtischen Klimaanpassung, genauso wie Begrünung, Entsiegelung, kühlende Fassaden oder die Fernkälte.
Ein Netz aus Abkühlung für alle Wienerinnen
Besonders in der Innenstadt, wo sich Gebäude stark aufheizen, sind die Coolen Zonen ein wichtiges Angebot. Sie schaffen Orte zum Durchatmen, zum Pausemachen, zum Wasserholen und sie machen Hitze für viele Menschen erträglicher.
Die Stadt erweitert das Netz laufend, testet neue Formate wie mobile Nebelduschen oder temporäre Schattenstrukturen und bindet auch Kulturinstitutionen ein, die an heißen Tagen bewusst als „Cooling Spots“ geöffnet bleiben.
Kleine Orte, große Wirkung
Coole Zonen zeigen, wie Städte mit einfachen, aber wirkungsvollen Maßnahmen auf die Herausforderungen des Klimawandels reagieren können. Sie sind niedrigschwellig, inklusiv, sofort spürbar und damit ein wichtiger Teil der Strategie, Wien auch in Zukunft lebenswert zu halten.
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Bild: Maximilian auf Unsplash