Lebensmittelverschwendung
Lebensmittelverschwendung
Bewusster Umgang mit Nahrungsmitteln ist Klimaschutz.

Allein durch Lebensmittelverschwendung könnte bis 2050 ein Zehntel der globalen Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft verursacht werden, so eine neue Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung.

Lebensmittelverschwendung steigt weltweit an

Etwa ein Drittel der weltweit produzierten Nahrungsmittel wird erst gar nicht verzehrt. Die Lebensmittelverschwendung wird mit der Übernahme des westlichen Ernährungsstils in Schwellenländern wie China und Indien noch weiter ansteigen. Die Landwirtschaft trägt jetzt schon an den gesamten Treibhausgasemissionen zu etwa 20 Prozent bei.

Forscher des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung haben erstmals eine Prognose der weltweiten Lebensmittelverschwendung und die damit zu erwartenden Emissionen ermittelt. Sie zeigten, dass die Lebensmittelverfügbarkeit innerhalb der letzten 50 Jahre stark angestiegen sei, obwohl der durchschnittliche Nahrungsmittelbedarf pro Kopf fast konstant blieb. Die Konsequenz: ein ungesund hoher Nahrungsmittelkonsum und Lebensmittelverschwendung in den reichen Ländern.

Individuelles Konsumverhalten ist wichtig

Bis zur Mitte des Jahrhunderts könne die Treibhausgasemission, verursacht nur allein durch die Lebensmittelverschwendung, von aktuell 0,5 auf bis zu 2,5 Gigatonnen CO2-Äquivalente ansteigen. Dabei könnten durch eine bessere Nutzung und Verteilung der Nahrungsmittel bis zu 14 Prozent der landwirtschaftlichen Emissionen eingespart werden. So wird das Konsumverhalten jedes einzelnen gegen die Lebensmittelverschwendung  zu einem wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Artikel zur Studie: Hic, C., Pradhan, P., Rybski, D., Kropp, J.P. (2016): Food Surplus and Its Climate Burden. Environ. Sci. Technol. [DOI: 10.1021/acs.est.5b05088]

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Quelle: Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung: Lebensmittelverschwendung vermeiden heißt Klimafolgen mindern. 07.04.2016. https://www.pik-potsdam.de/aktuelles/pressemitteilungen/lebensmittelverschwendung-vermeiden-heisst-klimafolgen-mindern (zuletzt aufgerufen: 19.04.2016).
Bild: © Martina Liel

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